--Umsatz und operatives Ergebnis stärker gesteigert als erwartet
--Wachstum in allen Regionen
--Sparprogramm erfolgreicher als geplant
(durchgehend neu)
Von Natali Schwab DOW JONES NEWSWIRES
HEIDELBERG (Dow Jones)--Die HeidelbergCement AG hat dank einer steigenden Nachfrage nach Baustoffen Umsatz und operatives Ergebnis im vierten Quartal gesteigert. Dabei profitierten die Heidelberger von mehreren Faktoren: Einer anhaltend positiven Entwicklung der Wachstumsmärkte, einer zunehmenden Erholung der Industriestaaten Nordamerikas und Europas sowie höheren Einsparungen. In der Regel gehören die Winterquartale eigentlich zu den schwächeren in der gesamten Branche, weil die Bautätigkeit bei Eis und Schnee ruht. Diesmal kam HeidelbergCement das milde Winterwetter zugute.
Die Druck der hohen Energiepreise, der vor allem im ersten Halbjahr auf dem Unternehmen gelastet hatte, ließ im Schlussquartal nach. Die Zahlen lagen insgesamt über den Erwartungen der Analysten.
Das operative Ergebnis stieg um knapp 7 Prozent auf 410 Millionen Euro. Vor Abschreibungen verdiente HeidelbergCement mit 639 Millionen 41 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Dazu trugen alle Konzernregionen mit Ausnahme von West- und Nordeuropa bei. Der Ergebnisrückgang dort ist mit niedrigeren Beiträgen aus dem Verkauf von Emissionsrechten im Vergleich zum Vorjahr zu erklären.
Insgesamt sank der Beitrag aus Emissionsrechten 2011 um rund 130 Millionen auf 10 Millionen Euro. HeidelbergCement begründete dies mit dem deutlichen Preisverfall und der Entscheidung, überschüssige Emissionsrechte daher aufzuheben.
Dank steigender Absätze von Zement, Zuschlagstoffen, Transportbeton und Asphalt nahm der Umsatz um knapp 14 Prozent auf rund 3,3 Milliarden Euro zu.
Auch für das gesamte Geschäftsjahr erreichte der Konzern sein Ziel, Umsatz und operatives Ergebnis zu steigern. HeidelbergCement habe von seiner guten geografischen Aufstellung in den Wachstumsmärkten profitiert, kommentierte Vorstandsvorsitzender Bernd Scheifele. In der Region Osteuropa und Zentralasien etwa führte die hohe Bautätigkeit in Polen und der Ukraine im Zusammenhang mit der Fußballeuropameisterschaft 2012 zu einem prozentual zweistelligem Wachstum.
Nordamerika sowie West- und Nordeuropa legten ebenfalls zu. Vor allem in Deutschland und in Nordeuropa war die Nachfrage nach Baustoffen hoch. Die Schuldenkrise in einigen europäischen Staaten wirkte sich bislang nicht negativ aus: HeidelbergCement ist in den problembehafteten Ländern nicht vertreten.
Das Sparprogramm "FOX 2013" war im vergangenen Jahr ein voller Erfolg und brachte sogar mehr als erwartet. So wurden liquiditätswirksame Einsparungen von 384 Millionen Euro erzielt. Angestrebt waren 200 Millionen Euro. Neu verhandelte Altersversorgungssysteme in Nordamerika und Westeuropa führten zu zusätzlichen Einsparungen von rund 130 Millionen Euro.
HeidelbergCement strich im vergangenen Jahr 1.200 Stellen in Nordamerika, Großbritannien und einigen osteuropäischen Staaten. Der Abbau steht im Zusammenhang mit Effizienzsteigerungen in Vertrieb und Verwaltung, Standortoptimierungen und Kapazitätsanpassungen. Im Gegenzug wurden in den Wachstumsmärkten wie Indien oder Indonesien rund 400 Mitarbeiter eingestellt, weil dort neue Kapazitäten geschaffen wurden. Insgesamt beschäftigte HeidelbergCement zum Jahresende 52.526 Mitarbeiter.
-von Natali Schwab, Dow Jones Newswires, +49 69 29725119, natali.schwab@dowjones.com DJG/nas/bam
(END) Dow Jones Newswires
February 09, 2012 02:17 ET (07:17 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

