Papst Benedikt XVI. muss Harley-Fan sein. Anders ist es nicht zu erklären,
dass die Kult-Bike-Schmiede Harley-Davidson mit Sitz in Milwaukee ihren 110.
Geburtstag im kommenden Jahr in Rom feiern wird. Sogar einen Gottesdienst
für die Biker wird es geben. Vor Gott sind eben alle gleich.
Welcome in Italy
Den Harley-Bikern solls recht sein, sie werden dem Ruf folgen sich zu einer
ausgelassenen Party im wunderschönen Rom vom italienischen Flair umgeben.
Rom, warum auch nicht. Schließlich hat Harley-Davidson in Europa noch jede
Menge Wachstumspotenzial. Rund 17 Prozent steuern Italien, Deutschland und
Co zu den Erlösen der Bikerschmiede bei. Tendenz steigend. Wichtigster Markt
sind und bleiben die USA. Dem Heimatmarkt hat es Firmenchef Keith Wandell
auch zu verdanken dass der Motor von Haley-Davidson nicht mehr stottert.
Heiße Öfen
Harley-Davidson ist wieder ,,in". Die Maschinen sind wieder heiss, die ,,Hot
Wheels" sind mehr gefragt denn je zuvor. Der Rost der durch die Finanzkrise
am Firmenlogo nagte ist längst weg, die Marke wurde aufpoliert und glänzt
schöner als jemals zuvor. Firmenchef Keith Wandell setzt sogar, ganz
american like, sogar noch eins oben drauf: ,,Harley-Davidson macht Träume
wahr", so der Firmenlenker bei der Präsentation der Jahreszahlen vergangene
Woche in Milwaukee.
Starkes Manöver
Die heißen Öfen gingen weg wie warme Semmeln. 2011 konnte Harley-Davidson
Erlöse in Höhe von 12 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar einfahren. Der
Gewinn betrug 600 Millionen Dollar - rund vier Mal so viel als im Vorjahr.
Macht unter dem Strich einen Gewinn pro Aktie von 0,29 US-Dollar. ,,Das
Ergebnis ist besser ausgefallen als erwartet. Wir hatten lediglich mit einem
Gewinn von 0,23 US-Dollar je Anteilsschein gerechnet", so Deutsche Bank
Analyst Rod Lache. Rund 235.000 kultige Zweiräder fanden einen neuen
Besitzer. Ein Plus von 6 Prozent. Die Marge betrug knackige 33,4 Prozent.
,,Die soliden Verbesserungen zeigen, dass unseren Produkte eine breite
Kundenbasis ansprechen", so Harley-Chef Keith Wandell sichtlich erleichtert
über die gelungene Kehrtwende.
Bernanke - auch ein Harley-Fan?!
Zwei von drei Bikes verkauft die Motorradschmiede in den Vereinigten
Staaten. ,,Überlebenswichtig" für Harley war sicherlich auch die Tatsche,
dass die US-Konjunktur langsam aber sicher wieder an Fahrt gewinnt. Die
Arbeitslosigkeit geht zurück, die Menschen haben wieder mehr Geld zur
Verfügung. Was für ein Unterschied zu den Zeiten der Finanz- und
Wirtschaftskrise. Als die Käufer für die teuren Bikes während der Finanz-
und Wirtschaftskrise ausbleiben, musste Firmenchef Wandell um den Erhalt des
Zweiradherstellers kämpfen. Dem Konzern verpasste er eine Schlankheitskur.
Der Rosskur zum Opfer fielen unter anderem die Marken MV Augusta oder die
extravaganten Motorräder der Marke Buell.
Höhere Drehzahl
Wandell will im laufenden Jahr dem Harley-Motor noch ein paar Umdrehungen
mehr verpassen: Das Ziel lautet zwischen 240.000 und 245.000 Motorräder der
Kultmarke Harley-Davidson zu verkaufen. Die vierprozentige Absatzsteigerung
will Wandell spielend schaffen. Er will ganz einfach eine neue Zielgruppe
erschließen. Nicht etwa die jungen Wilden zwischen 20 und 28. Wandell will
schlicht und einfach die Frauen als neue Käuferschicht für Harley gewinnen.
Party Time
Mit sogenannten ,,Garage Partys" locken Harley-Händler die weibliche
Kundschaft in die Läden. So zum Beispiel ,,Frasers Motorcycles Homebush" in
Sydney. Als DJ fungiert der Harley Händler indem er ,,seine" Maschinen
präsentiert. Anwesend sind rund 30 Frauen. Interessiert lauschen sie seinen
Ausführungen, fragen stellen inklusive und zu guter letzt gibt's noch eine
,,Probefahrt" auf dem ,,Jumpstart Simulator", welcher das echte Fahrgefühl auf
einer Harley-Davidson vermitteln soll. Kehrtwende gelungen, stabiler Absatz
und neue Käuferschichten in Sicht. Neben Firmenchef Wandell hat auch Rod
Lache von der Deutschen Bank allen Grund optimistisch für die Aktie zu sein.
"Aufgrund der starken Geschäftsentwicklung, der Kostensenkungen sowie der in
2013 anstehenden Modernisierungsmaßnahmen haben wir unsere Gewinnschätzungen
für das Jahr 2012 und 2013 erhöht. Harley-Davidson sollte einen Gewinn je
Aktie von 2,52 Dollar im laufenden, sowie 3,10 Dollar in 2013 verdienen", so
der Analyst.
Brennender Asphalt
Harley-Davidson hat zu alter Stärke zurückgefunden. Mit Keith Wandell hat
ein ehrgeiziger und starker Mann den Lenker der Zweirad-Schmiede fest in der
Hand. Das KGV für die Aktie im Jahr 2012 beträgt 13. Seit 20 Jahren
schneidet das Papier von Harley-Davidson nahezu kontinuierlich besser ab als
der Vergleichsindex S&P 500. Fazit: Aufsteigen, laufen lassen und genießen.
Mehr Informationen, Nachrichten und Empfehlungen finden Sie im Internet
unter www.deraktionaer.de
+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum
Abschluss bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS
/ HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter www.deraktionaer.de (END) Dow Jones NewswiresFebruary 10, 2012 04:03 ET (09:03 GMT)
dass die Kult-Bike-Schmiede Harley-Davidson mit Sitz in Milwaukee ihren 110.
Geburtstag im kommenden Jahr in Rom feiern wird. Sogar einen Gottesdienst
für die Biker wird es geben. Vor Gott sind eben alle gleich.
Welcome in Italy
Den Harley-Bikern solls recht sein, sie werden dem Ruf folgen sich zu einer
ausgelassenen Party im wunderschönen Rom vom italienischen Flair umgeben.
Rom, warum auch nicht. Schließlich hat Harley-Davidson in Europa noch jede
Menge Wachstumspotenzial. Rund 17 Prozent steuern Italien, Deutschland und
Co zu den Erlösen der Bikerschmiede bei. Tendenz steigend. Wichtigster Markt
sind und bleiben die USA. Dem Heimatmarkt hat es Firmenchef Keith Wandell
auch zu verdanken dass der Motor von Haley-Davidson nicht mehr stottert.
Heiße Öfen
Harley-Davidson ist wieder ,,in". Die Maschinen sind wieder heiss, die ,,Hot
Wheels" sind mehr gefragt denn je zuvor. Der Rost der durch die Finanzkrise
am Firmenlogo nagte ist längst weg, die Marke wurde aufpoliert und glänzt
schöner als jemals zuvor. Firmenchef Keith Wandell setzt sogar, ganz
american like, sogar noch eins oben drauf: ,,Harley-Davidson macht Träume
wahr", so der Firmenlenker bei der Präsentation der Jahreszahlen vergangene
Woche in Milwaukee.
Starkes Manöver
Die heißen Öfen gingen weg wie warme Semmeln. 2011 konnte Harley-Davidson
Erlöse in Höhe von 12 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar einfahren. Der
Gewinn betrug 600 Millionen Dollar - rund vier Mal so viel als im Vorjahr.
Macht unter dem Strich einen Gewinn pro Aktie von 0,29 US-Dollar. ,,Das
Ergebnis ist besser ausgefallen als erwartet. Wir hatten lediglich mit einem
Gewinn von 0,23 US-Dollar je Anteilsschein gerechnet", so Deutsche Bank
Analyst Rod Lache. Rund 235.000 kultige Zweiräder fanden einen neuen
Besitzer. Ein Plus von 6 Prozent. Die Marge betrug knackige 33,4 Prozent.
,,Die soliden Verbesserungen zeigen, dass unseren Produkte eine breite
Kundenbasis ansprechen", so Harley-Chef Keith Wandell sichtlich erleichtert
über die gelungene Kehrtwende.
Bernanke - auch ein Harley-Fan?!
Zwei von drei Bikes verkauft die Motorradschmiede in den Vereinigten
Staaten. ,,Überlebenswichtig" für Harley war sicherlich auch die Tatsche,
dass die US-Konjunktur langsam aber sicher wieder an Fahrt gewinnt. Die
Arbeitslosigkeit geht zurück, die Menschen haben wieder mehr Geld zur
Verfügung. Was für ein Unterschied zu den Zeiten der Finanz- und
Wirtschaftskrise. Als die Käufer für die teuren Bikes während der Finanz-
und Wirtschaftskrise ausbleiben, musste Firmenchef Wandell um den Erhalt des
Zweiradherstellers kämpfen. Dem Konzern verpasste er eine Schlankheitskur.
Der Rosskur zum Opfer fielen unter anderem die Marken MV Augusta oder die
extravaganten Motorräder der Marke Buell.
Höhere Drehzahl
Wandell will im laufenden Jahr dem Harley-Motor noch ein paar Umdrehungen
mehr verpassen: Das Ziel lautet zwischen 240.000 und 245.000 Motorräder der
Kultmarke Harley-Davidson zu verkaufen. Die vierprozentige Absatzsteigerung
will Wandell spielend schaffen. Er will ganz einfach eine neue Zielgruppe
erschließen. Nicht etwa die jungen Wilden zwischen 20 und 28. Wandell will
schlicht und einfach die Frauen als neue Käuferschicht für Harley gewinnen.
Party Time
Mit sogenannten ,,Garage Partys" locken Harley-Händler die weibliche
Kundschaft in die Läden. So zum Beispiel ,,Frasers Motorcycles Homebush" in
Sydney. Als DJ fungiert der Harley Händler indem er ,,seine" Maschinen
präsentiert. Anwesend sind rund 30 Frauen. Interessiert lauschen sie seinen
Ausführungen, fragen stellen inklusive und zu guter letzt gibt's noch eine
,,Probefahrt" auf dem ,,Jumpstart Simulator", welcher das echte Fahrgefühl auf
einer Harley-Davidson vermitteln soll. Kehrtwende gelungen, stabiler Absatz
und neue Käuferschichten in Sicht. Neben Firmenchef Wandell hat auch Rod
Lache von der Deutschen Bank allen Grund optimistisch für die Aktie zu sein.
"Aufgrund der starken Geschäftsentwicklung, der Kostensenkungen sowie der in
2013 anstehenden Modernisierungsmaßnahmen haben wir unsere Gewinnschätzungen
für das Jahr 2012 und 2013 erhöht. Harley-Davidson sollte einen Gewinn je
Aktie von 2,52 Dollar im laufenden, sowie 3,10 Dollar in 2013 verdienen", so
der Analyst.
Brennender Asphalt
Harley-Davidson hat zu alter Stärke zurückgefunden. Mit Keith Wandell hat
ein ehrgeiziger und starker Mann den Lenker der Zweirad-Schmiede fest in der
Hand. Das KGV für die Aktie im Jahr 2012 beträgt 13. Seit 20 Jahren
schneidet das Papier von Harley-Davidson nahezu kontinuierlich besser ab als
der Vergleichsindex S&P 500. Fazit: Aufsteigen, laufen lassen und genießen.
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