Brüssel (BoerseGo.de) - Das Europäische Parlament, die EU-Kommission und die EU-Mitgliedsstaaten haben sich auf strengere Regeln für den außerbörslichen Handel mit Finanzderivaten verständigt. Außerbörsliche Termingeschäfte müssen demnach künftig über eine zentrale Verrechnungsstelle (Clearinghäuser) abgewickelt werden, wie am Donnerstagabend mitgeteilt wurde. Außerdem gibt es künftig eine Meldepflicht für Derivate auf Aktien, Anleihen, Währungen, Zinsen und Rohstoffe. Für die meisten Derivate wird auch eine Unterlegung mit Eigenkapital zur Pflicht. Rat und Parlament müssen dem Kompromiss noch zustimmen. Die neuen Regeln sollen ab Ende 2012 gelten.
"Es ist ein entscheidender Schritt in unserem Bemühen, ein sichereres und vernünftigeres Regelwerk für den europäischen Finanzmarkt zu schaffen", sagte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier.
