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10.02.2012 | 17:53
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Dow Jones News · Mehr Nachrichten von Dow Jones News

Mit Athener Turbulenzen werden an Wall Street Gewinne mitgenommen

NEW YORK (Dow Jones)--Das angesichts der Verweigerungshaltung der griechischen L.A.OS gestiegene Risiko eines unkontrollierten Zahlungsausfalls der Hellenen sorgt am Freitag für Gewinnmitnahmen an Wall Street. Bis 17.15 Uhr MEZ geht es für den Dow-Jones-Index um 0,9 Prozent oder 114 auf 12.776 Punkte nach unten. Der S&P-500-Index gibt um 0,8 Prozent bzw 11 auf 1.341 Zähler nach und der Nasdaq-Composite-Index verliert 0,7 Prozent oder 20 auf 2.907 Punkte. Mit Bankenwerten und zyklischen Titeln stehen dabei die Outperformer der vergangenen Wochen unter überdurchschnittlichem Abgabedruck.

Ausgelöst wurden die Kursverluste von dem Führer der rechts-populistischen L.A.OS-Regierungspartei, Giorgios Karatzaferis. Er kündigte an, dem mit der EU, der EZB und dem IWF vereinbarten Sparprogramm nicht zuzustimmen. Mit dem Ausscheren Karatzaferis' ist eine der Bedingungen für das zweite Hilfspaket nicht erfüllt. Die Troika besteht darauf, dass sich die Parteien der Koalition verpflichten, auch nach der für April geplanten Parlamentswahl die Sparauflagen zu erfüllen. Rechnerisch steht derzeit aber noch eine klare Mehrheit hinter den Plänen, L.A.OS kommt nur auf 16 von insgesamt 256 Parlamentssitzen in Athen.

Auch das Ergebnis der ersten Umfrage der Universität Michigan zur Stimmung der US-Verbraucher im Februar enttäuschte. Überraschend sank der Index auf 72,5 von 75,0 Punkten im Januar. Volkswirte hatten auch für Februar mit 75,0 Punkten gerechnet. "Dennoch sollten starke Einzelhandelsumsätze in der nächsten Woche zeigen, dass die gute Arbeitsmarktentwicklung sowie feste Aktienmärkte zu Jahresbeginn zu einer steigenden Konsumtätigkeit geführt haben", kommentierte Ralf Umlauf von der Landesbank Hesen-Thüringen.

Überdurchschnittlich hoch fallen die Verluste bei Finanzwerten und konjunktursensiblen Papieren aus: Alcoa geben um 2,5 Prozent auf 10,37 Dollar nach, Bank of America verlieren 1,1 Prozent auf 8,09 Dollar. Wer Aktien des Nobeljeans-Produzenten True Religion Apparel besitzt, der könnte den Glauben an die Börse verlieren. Um 24,0 Prozent bricht die Aktie auf 27,91 Dollar ein. Das Unternehmen aus Vernon in Kalifornien will in diesem Jahr einen Gewinn von 1,88 bis 1,95 Dollar je Aktie erzielen. Diese Prognosespanne liegen rund ein Viertel unter der Konsensschätzung von Analysten von 2,37 Dollar.

Anders die Aktien des im Mai an die Börse gegangenen Business-Netzwerks LinkedIn: Sie ziehen um 12,2 Prozent auf 85,75 Dollar an. Mit einem Gewinn von 0,12 Dollar je Aktie hat das Unternehmen im vierten Quartal 2011 deutlich besser abgeschnitten als Analysten im Konsens von 0,07 Dollar erwartet hatten. Der Umsatz hat sich im Vergleich zum vierten Quartal 2010 mehr als verdoppelt.

DJG/DJN/jej/flf 

(END) Dow Jones Newswires

February 10, 2012 11:21 ET (16:21 GMT)

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