HAMBURG (Dow Jones)--Der Verkauf weiterer TUI-Anteile an der Traditionsreederei Hapag-Lloyd ist wohl nur noch eine Frage von Tagen. Das Hamburger Abendblatt berichtet am Wochenende auf seiner Internetseite, alle Beteiligten seien gewillt, sich noch vor der Hauptversammlung des Hapag-Lloyd-Großeigners TUI am kommenden Mittwoch zu einigen.
Ein TUI-Sprecher bestätigte am Sonntag "fortgeschrittene" Gespräche, wollte sich zu Einzelheiten allerdings nicht äußern.
Laut Abendblatt will TUI dann den Anteil an Hapag-Lloyd von derzeit 38,4 Prozent - wie bereits vor längerer Zeit angekündigt - kräftig zurückfahren, allerdings nicht komplett bei der Reederei aussteigen. Eine Beteiligung von weiterhin bis zu 20 Prozent sei vorgesehen. Zudem soll eine Aufstockung des Eigenkapitals der Eigner geplant sein.
Das Konsortium Albert Ballin, in dem die Stadt Hamburg, der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne sowie Banken, Versicherungen und andere Privatinvestoren zusammengeschlossen sind, werde seinen Anteil von 61,6 Prozent an Hapag-Lloyd kräftig aufstocken. Der Zukauf soll dabei fast ausschließlich von Kühne und der Stadt gestemmt werden.
Hamburg wolle einen dreistelligen Millionenbetrag investieren, berichtet die Zeitung weiter. Allerdings könnte es sich dabei um ein zeitlich begrenztes finanzielles Engagement handeln. Die aktuelle Idee des Konsortiums und von TUI sei, zumindest einen Teil von Hapag-Lloyd mittelfristig an die Börse zu bringen. Sollte es eines Tages dazu kommen, könnte die Stadt ihre Anteile an das Konsortium Albert Ballin übertragen.
Das Hauptinteresse von Kühne und der Stadt ist es laut Abendblatt, Hapag-Lloyd als eigenständige Reederei mit Sitz in Hamburg zu halten. Deshalb ist dem Konsortium daran gelegen, dass TUI ihre Anteile nicht an ausländische Investoren verkauft.
DJG/cbr/smh
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February 12, 2012 10:42 ET (15:42 GMT)
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