FRANKFURT (Dow Jones)--Siemens erteilt Spekulationen um ein mögliches Bündnis mit dem Stahlkonzern ThyssenKrupp eine Absage. Das seien "Spekulationen, die keinerlei geschäftliche Grundlage haben und damit jeder konkreten Grundlage entbehren", sagte Siemens-Finanzchef Joe Kaeser dem Handelsblatt.
Bei Siemens war kurzfristig niemand für weitere Details zu erreichen. Auch bei ThyssenKrupp war zunächst niemand für einen Kommentar erreichbar.
Die Wirtschaftswoche schreibt in ihrer neuesten Ausgabe, dass sich bei ThyssenKrupp die Hinweise auf einen Radikalschnitt mehrten. Es werde intern über einen Schulterschluss mit Siemens diskutiert - eine ferne Fusion nicht ausgeschlossen. Der Annäherungsprozess solle über mehrere Jahre dauern - in kleinen Schritten mit den Etappenzielen Kooperation, Beteiligung Fusion.
"Ich glaube, einer der wenigen Namen, über die wir als Übernahmeziel noch nie diskutiert haben, ist ThyssenKrupp", sagte Siemens-Finanzvorstand Kaeser dem Handelsblatt. Dass sich die Gerüchte hartnäckig halten, hat laut Handelsblatt vor allem einen Grund: Der gemeinsame Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Cromme. Er hat seinerzeit den Siemens-Industriechef Heinrich Hiesinger an die Spitze von ThyssenKrupp geholt.
Mit einer Fusion käme Siemens-Vorstandschef Peter Löscher laut Handelsblatt zwar leichter an sein Ziel, den Umsatz von derzeit rund 75 auf 100 Milliarden Euro zu steigern. Doch hier habe Kaeser bereits im Vorfeld etwas die Luft rausgenommen. Ob dieses in vier, fünf oder sieben Jahren erreicht werde, sei "weit weniger relevant".
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February 13, 2012 03:57 ET (08:57 GMT)
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