Mutmaßliche chinesische Hacker haben laut
einem Zeitungsbericht über viele Jahre praktisch uneingeschränkten
Zugang zum Computersystem des Telekom-Ausrüsters Nortel
Die Angreifer hätten "Zugang zu allem gehabt", sagte Brian Shields, der Manager, der seinerzeit als Sicherheitsbeauftragter die Untersuchung bei Nortel geleitet hatte. Über die Jahre seien Massen an technischer Dokumentation, Entwicklungsberichten, Geschäftsplänen und E-Mails heruntergeladen worden. "Sie hatten jede Menge Zeit", sagte Shields. "Sie mussten sich nur aussuchen, was sie haben wollten." Unter den sieben Passwörtern sei auch das vom damaligen Konzernchef gewesen. Die Angreifer seien nie identifiziert worden, aber sie scheinen aus China gearbeitet zu haben, hieß es.
Die Spionage-Software sei so tief in den Computern einiger Mitarbeiter versteckt gewesen, dass es Jahre gedauert habe, bis dem Unternehmen das Ausmaß des Problems bewusst geworden sei. Der Einbruch wurde laut dem Untersuchungsbericht erst 2004 entdeckt, als Fragen aufkamen, weil ein ranghoher Manager einen für ihn ungewöhnlichen Satz an Dokumenten heruntergeladen zu haben schien. Als dieser davon selbst überrascht war, wurde klar, dass etwas nicht stimmt. Danach wurden Computer festgestellt, die immer wieder Daten an Internet-Adressen in Schanghai verschickten.
Dem Bericht zufolge unternahm Nortel zunächst so gut wie nichts, um den Abfluss der Informationen zu stoppen, außer die sieben Passwörter zu ändern. Der langjährige Nortel-Chef Mike Zafirovski sagte der Zeitung, das Thema sei lange nicht erstgenommen worden.
Nortel war 2009 pleitegegangen, auch als Folge der damaligen
Finanzkrise. Der kanadische Netzwerk-Gigant wurde zerschlagen und
die Firmenteile von diversen Rivalen aufgekauft. Der pikante der
Teil der Geschichte ist, dass Nortel laut Shields vor Beginn des
Ausverkaufs weder die Eindringlinge gestoppt noch den Interessenten
wie Avaya, Ericsson
Den etablierten westlichen Netzwerk-Ausrüstern wie Ericsson oder
Nokia
Es hatte bereits massive politische Verstimmungen gegeben,
nachdem Google
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