Kurz vor der voraussichtlichen Vorstellung eines neuen Modells des beliebten Tabletcomputers bemüht sich eine chinesische Technologiefirma, die die Rechte an dem Markennamen iPad beansprucht, um ein Handelsverbot in der Volksrepublik. Inzwischen wurde bereits ein Antrag auf Unterbindung der Ein- und Auslieferungen beim chinesischen Zoll eingereicht. Sollte das Unternehmen Proview erfolgreich sein, wäre dies ein gewaltiger Schlag für Apple. Denn: Die Amerikaner stellen einen Großteil ihrer iPads, iPhones, iPods und Computer in China her, zudem wird der boomende Absatzmarkt in der Volksrepublik für den Konzern immer wichtiger. Apple selber behauptet, die weltweiten Rechte für die Nutzung der Marke seien Proview vor Jahren abgekauft worden. Der Konzern aus Shenzhen weigere sich jedoch, dies für China zu akzeptieren. Ein Hongkonger Gericht hatte sich schon auf die Seite Apples gestellt. Ein Gericht in Shenzhen, wo Proview seinen Sitz hat, entschied Ende des Jahres 2011 jedoch zu Gunsten der Technologiefirma Proview. Apple ging in Berufung. Die abschließende Verhandlung vor dem Obersten Gericht von Guandong ist für den 29. Februar angesetzt. Das wird spannend! Schließlich hat Apple nicht viele Handlungsmöglichkeiten. Entweder schließt man einen Vergleich, geht vor einem höheren Gericht in Berufung oder akzeptiert die Folgen auf Im- und Exporte in China. Keine der Alternative ist für Apple wünschenswert. Jetzt geht es nur noch um das kleinste Übel...
Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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