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Europabörsen geben weiter nach - Peugeot legen Kurssprung hin

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach der Verabschiedung des zweiten Rettungspakets für Griechenland scheint an Europas Aktienmärkten zunächst einmal die Luft heraus zu sein. Die Gewinnmitnahmen, die schon am Vortag zu beobachten waren, setzten sich fort. Eine stärkere Korrektur befürchten Händler aber nicht. "Wegen des für Ende Februar angekündigten zweiten Dreijahrestenders der EZB steht der Zug weiter unter Dampf", sagte ein Marktteilnehmer. An den Börsen wird vielfach davon ausgegangen, dass die zurückliegende Rally vor allem dem ersten langfristigen Refinanzierungsgeschäft der EZB geschuldet war.

Fragen gibt es noch zu Griechenland. Am Donnerstag wird in Athen das Parlament über ein Gesetz entscheiden, mit dem die Konditionen alter Staatsanleihen rückwirkend so geändert werden können, dass eine Teilnahme der Privaten Gläubiger an der beschlossenen "freiwilligen" Umschuldung erzwungen werden kann. Eine Teilnahme von mehr als 90 Prozent der Privaten Gläubiger ist zwar eine Voraussetzung dafür, dass die Hellenen ihre Verschuldung bis 2020 bestenfalls auf 120,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts drücken können. Gleichzeitig würden mit diesen sogenannten "Collective Action Clauses" aber wohl auch die Kreditausfallversicherungen ausgelöst, was die Politiker Europas bislang geradezu verzweifelt zu verhindern versucht haben. "Dann würden die Karten neu gemischt", so der Händler.

Der Euro-Stoxx-50 büßte 0,9 Prozent oder 23 auf 2.519 Punkte ein, der Stoxx-50 sank um 0,9 oder 22 auf 2.489 Punkte. Neue Konjunkturdaten fielen enttäuschend aus. Die Wirtschaft im Euroraum ist im Februar entgegen den Erwartungen nicht gewachsen. Sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungssektor war die Geschäftsaktivität rückläufig. Die Ergebnisse von Umfragen unter Einkäufern in Unternehmen enttäuschten. "Die Erholung der Konjunktur in der Eurozone hat im Februar pausiert wegen des Dramas um das zweite Rettungspaket für Griechenland und wegen der Rückkehr des Winters", sagte Christian Schulz von der Berenberg Bank. Howard Archer von IHS Global Insights meinte: "Die Eurozone ist weit davon entfernt, konjunkturell aus dem Gröbsten heraus zu sein."

Peugeot Ausreißer im Automobilsektor - Rüsselsheimer Romanze bringt Anleger in Wallung

Kooperationsgespräche zwischen Peugeot und der General-Motors-Tochter Opel ließen Peugeot um 12 Prozent auf 16,13 Euro klettern. Damit war die Aktie der Ausreißer im Automobilsektor, der um 0,5 Prozent nachgab. Bei Analysten traf die Nachricht allerdings auf geteiltes Echo. Die Experten von Cheuvreux bezeichneten eine eventuelle Zusammenarbeit als strategisch sinnvoll. "Das sieht nicht sonderlich attraktiv aus", meinte dagegen Jürgen Pieper, Analyst beim Bankhaus Metzler. Schließlich würden sich dabei die beiden schwächsten europäischen Automobilhersteller zusammentun. Noch dazu sei Opel für Peugeot lediglich zweite Wahl. Bereits zuvor hätten die Franzosen eine Kooperation mit BMW sondiert, was bei den Bayern allerdings auf wenig Interesse gestoßen sei.

France Telecom trotzen Abwärtstendenz bei den Telekomwerten

Während Telekomaktien im Schnitt um ein Prozent nachgaben, stiegen France Telecom um 1,9 Prozent auf 11,67 Euro. Grund dafür waren die Zahlen der Franzosen. Das EBITDA für das vergangene Jahr hatte die Erwartungen übertroffen. Das liege wohl daran, dass der Wettbewerb mit Iliad in Frankreich als zu heftig eingeschätzt worden sei, meinte ein Händler. "Kopfschmerzen" bereite allerdings der Ausblick auf 2012. Denn der französische Telekommunikationsanbieter will künftig eine flexible Dividendenpolitik verfolgen. Die hohe Dividende war bisher aber ein entscheidendes Argument für die Aktie, die die Erholung der Märkte praktisch nicht mitgemacht hat.

Enttäuschende Zahlen von Dell belasten Technologiewerte

Die Quartalszahlen und Prognosen des PC-Herstellers Dell vom Vorabend ließen Technologiewerte im Schnitt um 1,1 Prozent fallen. Lieferengpässe bei Festplatten hatten im vierten Quartal belastet, der Gewinn war um ein Fünftel eingebrochen. Etwas gedämpft wurde der negative Effekt durch die Zahlen von Schneider Electric. Im vergangenen Jahr war der Umsatz organisch um 8,3 Prozent gewachsen. Damit wurden die Erwartungen einer Zunahme um 3,9 Prozent deutlich übertroffen. Bereinigt um Akquisitionskosten hatte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 7 Prozent zugelegt und die Konsenserwartungen eines Anstiegs um 4 Prozent ebenfalls klar übertroffen. Die Aktie zog um 6 Prozent auf 50,70 Euro an.

Europäische Schlussindizes am Mittwoch, 22. Februar 
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.            Index          Schluss-  Entwicklung  Entwicklung   Entwicklung 
.                              stand      absolut         in %          seit 
.                                                               Jahresbeginn 
Europa       Euro-Stoxx-50   2519,00       -22,60        -0,9%           8,7 
.            Stoxx-50        2488,69       -22,19        -0,9%           5,0 
.            Stoxx-600        264,59        -2,19        -0,8%           8,2 
Frankfurt    XETRA-DAX       6843,87       -64,31        -0,9%          16,0 
London       FTSE-100        5916,55       -11,65        -0,2%           6,3 
Paris        CAC-40          3447,37       -17,87        -0,5%           9,1 
Amsterdam    AEX              326,77        -3,74        -1,1%           4,6 
Athen        ATHEX-20         306,16       -23,94        -7,3%          15,6 
Brüssel      BEL-20          2258,97       -28,11        -1,2%           8,4 
Budapest     BUX            19055,70      -136,92        -0,7%          12,3 
Helsinki     OMXH-25         2263,02       -21,56        -0,9%          16,5 
Istanbul     NAT30          74225,03      -162,84        -0,2%          20,3 
Kopenhagen   OMXC-20          451,26        -2,64        -0,6%          15,7 
Madrid       IBEX-35         8657,00      -110,10        -1,3%           1,1 
Mailand      FTSE-MIB       16557,62      -153,24        -0,9%           9,7 
Moskau       RTS             1642,01       -13,34        -0,8%          18,8 
Oslo         OBX              393,21         1,06        +0,3%          10,0 
Prag         PX              1014,10        -1,90        -0,2%          11,3 
Stockholm    OMXS-30         1096,06       -10,36        -0,9%          11,0 
Warschau     WIG-20          2328,36       -23,77        -1,0%           8,6 
Wien         ATX             2182,96       -31,52        -1,4%          15,4 
Zürich       SMI             6192,42       -45,40        -0,7%           4,3 
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DJG/mif/cln 
 

(END) Dow Jones Newswires

February 22, 2012 12:08 ET (17:08 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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