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Immobilienfinanzierer Fannie Mae braucht erneut Staatshilfe

NEW YORK (Dow Jones)--Der amerikanische Immobilienfinanzierer Fannie Mae schreibt weiter Milliardenverluste und muss deshalb erneut die Hilfe der Steuerzahler in Anspruch nehmen. Ausfallende Hypothekenkredite und fallende Häuserpreise hinterließen in der Bilanz des verstaatlichten Unternehmens ein Loch von 2,4 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal. Der Immobilienfinanzierer hat damit - außer einmal - in jedem einzelnen der vergangenen 18 Quartale Verluste geschrieben.

Um sich über Wasser zu halten, benötigt Fannie Mae nun weitere 4,6 Milliarden Dollar von der US-Regierung. Damit aber nicht genug: Ein seit einiger Zeit schwelender Streit mit der Bank of America über den Rückkauf von Hypothekenkrediten könnte weitere Hilfen erforderlich machen, warnte das Institut.

Fannie Mae sitzt noch auf einem Berg an Immobilienkrediten, die vor Beginn der Finanzkrise vergeben wurden. Die als Sicherheit dienenden Häuser haben inzwischen drastisch an Wert verloren, und viele Kreditnehmer können angesichts der immer noch hohen Arbeitslosigkeit in den USA ihre Schulden nicht bedienen.

Fannie Mae vergibt zwar ebenso wie das Schwesterunternehmen Freddie Mac keine Kredite direkt an Häuslebauer. Beide Institute übernehmen aber die von Banken vergebenen Kredite in das eigene Portfolio. Deshalb wurden Fannie Mae und Freddie Mac voll von der Finanzkrise mitgerissen und mussten im Jahr 2008 über eine Verstaatlichung durch die Regierung gerettet werden.

Inklusive der jüngsten Finanzspritze hat Fannie Mae über 116 Milliarden Dollar von den amerikanischen Steuerzahlern erhalten. Zurückgeflossen sind in Form von Dividenden erst 19,6 Milliarden Dollar. Freddie Mac hat bisher 71 Milliarden Dollar von der Regierung erhalten.

-Von Andrew R. Johnson, Dow Jones Newswires, 
+49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com 
DJG/DJN/jhe/sha 
 

(END) Dow Jones Newswires

February 29, 2012 10:40 ET (15:40 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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