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US-Anleihen im späten Geschäft fester - Rally über vier Tage

NEW YORK (Dow Jones)--Die Rally bei den Notierungen der US-Staatsanleihen hat sich am Freitag den vierten Tag in Folge fortgesetzt. Im späten New Yorker Handel präsentierten sich die US-Anleihen fester. Händler sprachen von einer Rückkehr alter Probleme und meinten die europäische Schuldenkrise. Die Renditen für zehnjährige Benchmarkanleihen Spaniens und Italiens haben in den vergangenen Tagen kräftig angezogen und notierten wieder - im Fall von Spanien sogar deutlich - über der Marke von 5 Prozent. Dieses Niveau war zuletzt Anfang Januar erreicht worden.

Dazu gesellten sich wachsende Zweifel über die Gesundung der globalen Konjunktur. So hätten die schwachen Einkaufsmanagerindizes aus China und der Eurozone vom Vortag gezeigt, auf welch wackeligen Beinen die globale Konjunktur derzeit stehe. Gegen 20.38 Uhr MEZ stiegen zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 2,000 Prozent um 12/32 auf 97-28/32 und rentierten mit 2,24 Prozent. Der mit 3,125 Prozent verzinste Longbond gewann 26/32 auf 96-14/32, seine Rendite fiel damit auf 3,31 Prozent.

"Man erhält den Eindruck, dass die Sorgen über einen Konjunkturabschwung langsam die Oberhand gewinnen", sagte Thomas Roth, leitender Rentenhändler von Mitsubishi UFJ Securities in New York. Allerdings könne die Stimmung jederzeit umschlagen. "Sollten Daten auf eine Verbesserung der Wirtschaftslage hindeuten, dürften die Renditen der zehnjährigen US-Anleihen schnell bei 2,50 Prozent liegen", so der Marktteilnehmer weiter.

"Momentan gibt es weder fundamental noch charttechnisch Gründe für Renditen jenseits der Marke von 2,40 Prozent. Aber wie oft zu beobachten war, reicht manchmal eine Schlagzeile und der Markt bricht aus einer bestehenden Handelsspanne aus", ergänzte Rentenhändler Kevin Flanagan von Morgan Stanley Smith Barney.

Unterstützung erhielten die Konjunkturpessimisten - und damit auch die Festverzinslichen - einmal mehr vom Krisen geschüttelten US-Immobilienmarkt. Die Zahl der US-Neubauverkäufe hat sich im Februar schwächer entwickelt als erwartet. Die Zahl der verkauften Neubauten sank auf den niedrigsten Wert seit Oktober 2011. Ökonomen hatten mit einem Anstieg gerechnet.

Wenig Erhellendes lieferte indes US-Notenbankgouverneur Ben Bernanke: Die Federal Reserve sieht sich bei ihren neuen Zuständigkeiten in der Finanz- und Bankenregulierung noch in einer Findungsphase. Beim Verständnis, wie die neuen Regeln am besten umzusetzen seien, sei die Federal Reserve noch "am Anfang", sagte Bernanke zur Eröffnung einer Notenbankkonferenz.

DJG/DJN/flf 

In einem neu konzipierten Schlussbericht zu den US-Märkten fasst Dow Jones ab Montag, 26. März börsentäglich gegen 22.30 Uhr die wichtigsten Entwicklungen bei Aktien, Anleihen und am Ölmarkt zusammen. Er löst die entsprechenden Einzelberichte ab. Ihre Meinung ist uns wichtig. Schreiben Sie an feedback.de@dowjones.com.

(END) Dow Jones Newswires

March 23, 2012 15:44 ET (19:44 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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