![]() | ||||||||||||||||||||||||
Rohstoffwährungen demonstrieren Stärke | ||||||||||||||||||||||||
| Die Norwegische Krone, der Australische und der Kanadische Dollar profitieren vom Rohstoffboom. Zugleich versprechen sie gegenüber Euro und US-Dollar solidere Aussichten. Keine Frage, die Welt der Währungen wird sich in den kommenden Jahrzehnten tiefgreifend verändern. Der US-Dollar, der spätestens seit Ende des zweiten Weltkriegs unangefochtene Weltleitwährung ist, wird tendenziell an Einfluss verlieren; andere wichtige Währungen, wie der chinesische Renminbi oder der Singapur Dollar, werden an Bedeutung gewinnen. Ob sich am Ende einer solchen Entwicklung eine neue Weltleitwährung etablieren kann - viele Experten tippen hier auf den Renminbi -, bleibt abzuwarten. Möglich wäre auch eine multipolare Währungsordnung, die aus vielen regionalen Leitwährungen besteht. Wird Keynes Traum Wirklichkeit? Ein solches System muss nicht zwingend intransparent und instabil sein. Ganz im Gegenteil, einige Devisenspezialisten sehen gerade in der Vielfältigkeit eine neue Stärke, da sie zugleich auch Konkurrenz bedeutet. Denn in einem solchen System könnte kein Land mehr völlig über die Stränge schlagen, da es fürchten müsste, jederzeit an Einfluss zu verlieren. In einem solchen System wäre vielleicht sogar der Vorschlag des britischen Ökonomen John Maynard Keynes zu verwirklichen. Er träumte schon in den 1940er-Jahren von der Einrichtung einer globalen Regulierungsbehörde, der "International Clearing Bank" (ICB), die über die Leistungsbilanzsalden der Staaten wacht. Kommt es zu einem gefährlichen Leistungsbilanzüberschuss oder -defizit, kann die ICB Gegenmaßnahmen einleiten, wie etwa die Anordnung einer Währungsabwertung. Bekanntermaßen konnte sich Keynes mit diesem Vorschlag nicht durchsetzen, den US-Amerikanern ging er einfach zu weit. Man errichtete zwar im Nachklang des Treffens von Bretton Woods 1944 eine Art globale Währungsbehörde, den Internationalen Währungsfonds (IWF), doch diese hat bei Weitem nicht jene von Keynes gewünschte Regulierungsfunktion. Lesen Sie die ganze Story im MÄRKTE & ZERTIFIKATE | März/April 2012.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.rbs.de/markets. | ||||||||||||||||||||||||
|

© 2012 RBS
