Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy. Madrid - Neue Hiobsbotschaften aus Spanien haben zum Wochenende für Nervosität an den Finanzmärkten gesorgt. Die angeschlagenen Bankhäuser der viertgrössten Volkswirtschaft im Euroraum saugen sich weiter mit Zentralbankgeld voll, während die Risikoprämien an den Anleihemärkten steigen. An den europäischen Börsen zogen die Sorgen um Spanien die Finanzwerte nach unten, am Devisenmarkt sank der Euro-Kurs. Anleger wurden auch durch weitere typische Krisenanzeichen alarmiert: So stiegen die Prämien für Versicherungen gegen einen spanischen Zahlungsausfall deutlich an. Spaniens kriselnder Bankensektor ist trotz der massiven Liquiditätsversorgung im Euroraum weiter in Geldnöten. Die Ausleihungen der spanischen Institute bei der Europäischen Zentralbank (EZB) stiegen im März um fast 50 Prozent und erreichten damit einen Rekord, wie aus Angaben der spanischen Nationalbank vom Freitag im Internet hervorging. Danach sind die Netto-Ausleihungen der spanischen Geldhäuser beim Eurosystem aus EZB und den anderen nationalen Notenbanken im Vergleich zum Vormonat von 152,4 Milliarden Euro auf 227,6 Milliarden Euro geklettert. Die spanischen Banken machen damit den Löwenanteil der im März von der EZB verliehenen Netto-Summe von 361,7 Milliarden Euro aus. Anleihen nähern sich kritischer Marke von 6 % Diese Entwicklung löste einen Anstieg ...Den vollständigen Artikel lesen ...