-- Gewinn legt deutlich zu, obwohl der Umsatz stagniert
-- Gewinnprognose für 2012 angehoben
-- J&J-Aktie legt im vorbörslichen Handel leicht um 0,7 Prozent zu
Von Tess Stynes DOW JONES NEWSWIRES
NEW YORK (Dow Jones)--Johnson & Johnson hat im ersten Quartal trotz eines schwächeren Geschäfts auf dem Heimatmarkt und stagnierenden Erlösen deutlich mehr verdient. Geringere Kosten und Wechselskurseffekte trieben den Gewinn an. Für das laufende Gesamtjahr ist der US-Pharmakonzern optimistischer als bisher. Die Aktie von Johnson & Johnson gewinnt im vorbörslichen US-Handel leicht an Wert.
Das Unternehmen aus New Brunswick eröffnete mit seinem Zahlenwerk am Dienstag die Berichtssaison der großen US-Pharmakonzerne. Angesichts des besseren Ausblicks dürften die Vorzeichen für die US-Rivalen gar nicht so schlecht stehen. Nächste Woche folgen Eli Lilly und die Merck & Co mit ihrer Zahlen, bevor am 1. Mai Pfizer den Bericht veröffentlicht.
Johnson & Johnson steigert im Zeitraum von Januar bis März seinen Nettogewinn um 13 Prozent auf 3,91 Milliarden US-Dollar. Je Aktie verdiente das Unternehmen auf verwässerter Basis 1,37 (1,35) Dollar. Die Umsätze sanken dagegen leicht um 0,2 Prozent auf 16,14 Milliarden Dollar. Von Thomson Reuters befragte Analysten hatten mit einem Gewinn je Aktie von 1,35 Dollar und Erlösen von 16,26 Milliarden Dollar gerechnet.
Schwächer lief es für den Konzern aus New Brunswick vor allem auf dem Heimatmarkt. Hier sanken die Umsätze um 5,1 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar. Im internationalen Geschäft ging es dagegen nach oben, und zwar um 4,1 Prozent auf 8,9 Milliarden Dollar.
Für das Gesamtjahr zeigte sich Johnson & Johnson zuversichtlicher als bisher. Das Ergebnis je Aktie soll nun auf 5,07 Dollar bis 5,17 Dollar zulegen - das sind 2 Cent mehr als bisher in Aussicht gestellt. Auf starkes Wachstum setzt der US-Konzern vor allem im Bereich Medizintechnik.
Zur Stärkung dieses Geschäfts hatte Johnson & Johnson den Kauf des Schweizer Orthopädiekonzerns Synthes für 21 Milliarden Dollar angekündigt. Die Übernahme soll im ersten Halbjahr abgeschlossen werden, es fehlt allerdings noch die Zustimmung der Behörden. In Europa läuft derzeit eine vertiefte Prüfung, die EU wird bis zum 26. April ihre Entscheidung bekanntgeben.
Obwohl der Ausblick auf das Gesamtjahr recht vielversprechend klingt, hat der US-Pharmakonzern derzeit an mehreren Fronten gleichzeitig zu kämpfen. Auslaufende Patente und damit wegbrechende Umsätze zwingen ihn wie die gesamte Branche zu immer neuen Einsparprogrammen und immer größeren Anstrengungen, auslaufende exklusive Verkaufsrechte durch neue Medikamente oder neue Geschäftsfelder zu ersetzen.
Johnson & Johnson steht zudem wegen des Vorwurfs illegaler Vertriebspraktiken unter Druck. Erst vor wenigen Tagen hatte ein Gericht dem Unternehmen deswegen bei seinem Medikament Risperdal zur Behandlung von Schizophrenie eine Milliarden-Strafe aufgebrummt. Für Johnson & Johnson war es die bis dato höchste Strafe in einer ganzen Reihe von Verfahren im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Risperdal.
- Von Tess Stynes, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 72 51 10, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/kla/jhe
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April 17, 2012 09:31 ET (13:31 GMT)
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