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UPDATE: AmEx profitiert von höherer Konsumfreudigkeit

--American Express steigert Gewinn um 7 Prozent auf 1,26 Milliarden Dollar

--Zahlungsverzugsrate und Abschreibungsquote verbessern sich

--Kreditwachstum bleibt herausfordernd

(NEU: Weitere Details)

Von Andrew R. Johnson 
   DOW JONES NEWSWIRES 
 

NEW YORK (Dow Jones)--American Express (AmEx) ist dank der Ausgabenfreude seiner Kreditkartenkunden mit einem Rekordgewinn ins neue Jahr gestartet und hat die Erwartungen übertroffen. Im Durchschnitt gaben die Kunden des US-Finanzkonzerns von Januar bis März 3.772 Dollar aus, über 300 Dollar mehr als im Vorjahresquartal. Auch die Zahlungsmoral verbeserte sich.

Den Konzerngewinn steigerte der Konkurrent von Mastercard und Visa im ersten Quartal um 7 Prozent auf 1,26 Milliarden US-Dollar bzw 1,07 Dollar je Aktie. Analysten hatten nur mit 1 Dollar je Anteil gerechnet. Die Einnahmen, abzüglich der Zinsaufwendungen, legten um 8 Prozent auf 7,6 Milliarden Dollar zu und trafen damit die Konsensschätzung.

Auch die Zahlungsmoral verbesserte sich. Die Rate der Kunden mit Zahlungsverzug sank auf 1,3 Prozent von 1,4 Prozent im Schlussquartal 2011 und 1,8 Prozent im Jahr zuvor.

"Höhere Ausgaben der Kartenhalter, exzellente Kreditrisikoparameter und ein diszipliniertes Ausgabenmanagement haben uns geholfen, das Jahr 2012 mit einem Rekordgewinn und -einnahmen im ersten Quartal zu beginnen", erklärte CEO und Chairman Ken Chenault in der Mitteilung.

Dank der besseren Zahlungsmoral ihrer Kunden konnten sich Kreditkartenkonzerne in den vergangenen zwei Jahren trotz der Krise gut entwickeln. Kreditgeber wie AmEx waren ihrerseits sorgfältig darauf bedacht, problematische Darlehen abzuschreiben und aus ihren Büchern zu tilgen.

"Die Aktiva-Qualität in der Branche hat sich im Laufe des vergangenen Jahres deutlich verbessert und dieser Trend dürfte 2012 anhalten", schrieben Analysten von Moody's Investors Service in der vergangenen Woche in ihrem Ausblick für die Kreditkartenindustrie. American Express dürfte in diesem Jahr bei den Abschreibungen am Besten abschneiden, die Ratingagentur erwartet eine durchschnittliche Abschreibungsrate von 2,1 Prozent. In den ersten drei Monaten waren es 2,3 Prozent - ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal.

An der guten Geschäftsentwicklung sollen nun auch die Aktionäre beteiligt werden. Vergangenen Monat hatte AmEx eine Erhöhung der Quartalsdividende um 11 Prozent angekündigt - die erste Anhebung seit 2007. Zudem will der Konzern bis zu 5 Milliarden Dollar für den Rückkauf eigener Aktien ausgeben, nachdem er bei dem Stresstest der US-Notenbank gut abgeschnitten hat. Die Federal Reserve hat laut AmEX keine Einwände gegen diese Pläne.

Trotz all der Verbesserungen bleibt das Kreditwachstum eine Herausforderung für die Branche. Die gute Zahlungsmoral der Kunden hat die Kehrseite, dass sie ihre Darlehenssalden auch möglichst zügig ausgleichen. Das mindert die Zinseinnahmen. AmEx ist eigenen Angaben zufolge inzwischen aber weniger abhängig von revolvierenden Darlehen, sondern profitiert davon, dass die Kunden ihre Karten dafür öfter einsetzen. In Folge steigen die Gebühreneinahmen von Händlern.

Was AmEx bei der Präsentation seiner Quartalszahlen aber auch mitteilte: Die Rückstellungen für künftige Kreditverluste wurden auf 412 Millionen Dollar erhöht - das ist mehr als vier Mal so viel wie im Jahr zuvor. Konnten Finanzkonzerne in den vergangenen Quartalen von der Auflösung von Rückstellungen für möglicherweise faule Kredite profitieren, müssen diese nun wieder aufgestockt werden.

-Von Andrew R. Johnson, Dow Jones Newswires; 
+49 (0)69 29725 110, unternehmen.de@dowjones.com 
DJG/DJN/sha/kla 

(END) Dow Jones Newswires

April 19, 2012 01:54 ET (05:54 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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