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Dow Jones News
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MORNING BRIEFING - USA/Asien

=== 

TAGESTHEMA

Der Abschwung in der chinesische Industrie hat sich im April verlangsamt. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) des Sektors legte nach vorläufigen Zahlen der HSBC zum März um 0,8 Punkte auf 49,1 zu. Damit blieb die chinesische Industrie aber weiter unter der Wachstumsschwelle, die bei einem Wert von 50 erreicht wird. Der Index liegt damit den sechsten Monat in Folge unter der Wachstumsgrenze. "Dass die vorläufigen Zahlen einen Trend nach oben zeigen, deutet darauf hin, dass die Lockerungsmaßnahmen zu wirken beginnen. Die Sorge vor einem steilen Wachstumsabfall dürfte nachlassen", sagte Qu Hongbin, Chefvolkswirt der HSBC für China. Der vorläufige Einkaufsmanager-Index, offiziell HSBC Flash China PMI genannt, bezieht sich auf 85 bis 90 Prozent der von HSBC gesammelten Daten und wird eine Woche vor dem endgültigen Wert bekannt gegeben. Der finale Index-Wert wird am 2. Mai verkündet.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen (Prognose Gewinn/Aktie in USD in Klammern):

14:00 ConocoPhillips, Ergebnis 1Q (2,08)

22:30 Texas Instruments Inc, Ergebnis 1Q (0,29)

AUSBLICK KONJUNKTUR

Keine relevanten Daten angekündigt. 
 
 

ÜBERSICHT INDIZES

INDEX                   Stand   +/- % 
S&P-500-Future       1.373,40  -0,13% 
Nasdaq-Future        2.668,50  -0,22% 
Nikkei-225           9.560,24  -0,01% 
Hang-Seng-Index     20.875,88  -0,64% 
Shanghai-Composite   2.401,05  -0,24% 
Kospi                1.972,17  -0,13% 
S&P/ASX 200          4.356,60  -0,23% 
 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Die maue Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe Chinas sorgt an den Börsen für einen lauen Wochenstart. Für Zurückhaltung sorgen auch die politische Unsicherheit in Europa nach dem ersten Wahlgang in Frankreich, sowie die im Wochenverlauf anstehenden Sitzungen der Notenbanken Japans und der USA. Daneben herrsche gespanntes Warten auf die kommenden Anleiheauktionen in Europa, heißt es im Handel. Die Einigung auf eine Aufstockung der finanziellen Feuerkraft des IWF lässt in diesem Umfeld keine Kaufstimmung an den Börsen aufkommen. Die regionalen Aktienmärkte zeigen sich im Verlauf von ihren Tagestiefs zwar erholt, weisen aber dennoch überwiegend kleine Verluste auf. Neben den Daten aus China sorgt in Tokio der zum Dollar feste Yen für Verkäufe vor allem bei exportsensitiven Aktien. Der Euro leidet unterdessen unter dem Scheitern der Haushaltsgespräche in den Niederlanden und dem französischen Wahlergebnis. Der von HSBC ermittelte vorläufige chinesische Einkaufsmanagerindex ist im April zwar auf 49,1 von zuvor 48,3 gestiegen, liegt damit aber bereits den sechsten Monat in Folge unter den Expansionsschwelle von 50. Am Markt werden die Daten dahingehend interpretiert, dass die chinesische Regierung kurzfristig keine aggressiveren konjunkturstimulierenden Maßnahmen ergreifen dürfte, da der Trend nach oben zeige, sagt Marktstratege Zhang Gang von Central China Securities.

US-NACHBÖRSE

SanDisk haben am Freitag im nachbörslichen Handel nach dem Kurseinbruch um 11 Prozent im regulären Handel unverändert geschlossen. Apple konnten sich von ihrem 2,5-Prozent-Minus im regulären Handel nur minimal erholen.

WALL STREET

Index                   Schlussstand  Bewegung %    Bewegung abs. 
Dow Jones Industrial       13.029,26       +0,5%         +65,16 
S&P-500                     1.378,53       +0,1%          +1,61 
Nasdaq-Composite            3.000,45       -0,2%          -7,11 
Nasdaq-100                  2.676,04       -0,4%         -10,78 
Nasdaq-100 After Hours      2.678,17 
 
                          Vortag 
Umsatz (Aktien) 0,97 Mrd  0,82 Mrd 
Gewinner        2.004        1.246 
Verlierer       1.053        1.766 
Unverändert        96          128 

Uneinheitlich - Positive Geschäftsberichte beflügelten, allerdings erlahmte die Dynamik im späten Geschäft deutlich. Rückenwind erhielt der Aktienmarkt von der Frühjahrstagung von Weltbank und IWF. Die IWF-Feuerkraft soll massiv um 430 Milliarden Dollar aufgestockt werden, was angesichts der weiter schwelenden Schuldenkrise für etwas Beruhigung sorgte. Dazu gesellten sich positive Konjunkturdaten aus Deutschland. Bei den Technologiewerten drückte vor allem das Minus von Apple, die um 2,5 Prozent nachgaben. Sie litten unter Sorgen, der Konzern könnte bei der Befriedigung der iPhone-Nachfrage in Schwierigkeiten geraten. Microsoft gewannen 4,5 Prozent. Das Unternehmen hat im dritten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Auch AMD verbuchte Zahlen über Erwarten, allerdings drehte der Kurs im Schlepptau der Apple-Talfahrt ins Minus und verlor 2,6 Prozent. McDonald's hat den Schwung des vergangenen Jahres in der Auftaktperiode 2012 beibehalten, für die Aktie ging es um 0,7 Prozent nach oben. GE hat im ersten Quartal operativ die Prognosen übertroffen, die Titel stiegen um 1,1 Prozent. Zu den größten Abgebern im S&P-500 zählten SanDisk. Nach einem Gewinneinbruch sanken die Titel um 11,3 Prozent.

TREASURYS

Änderung   Rendite 
10-Jährige  100-10/32    +1/32      1,96% 
30-Jährige  100-01/32    -2/32      3,12% 

Uneinheitlich - Nach einer zweitägigen Gewinnstecke handelten die Anleihen nächst lange klar im Minus, um sich dann im späten Geschäft wieder zu erholen. Belastet hatten neben den IWF-Schlagzeilen und den positiven Quartalsausweisen zunächst auch überraschend gute Einzelhandelsdaten aus Großbritannien. Die anhaltenden Ängste wegen der Schuldenkrise in der Eurozone sorgten aber für eine weiter geringe Risikoneigung.

DEVISEN

DEVISEN    zuletzt  +/- %   0.00 Uhr   Fr,9.45 Uhr 
EUR/USD     1,3192  -0,0%     1,3193      1,314985 
EUR/JPY   107,2635  -0,3%   107,6320     107,29754 
USD/JPY    81,3100  -0,3%    81,5850       81,6095 
USD/KRW  1139,4000  -0,1%  1139,4000        1139,1 
USD/CNY     6,3084  +0,1%     6,3084        6,3039 
AUD/USD     1,0340  -0,3%     1,0375        1,0335 
 
 

ROHSTOFFE

ÖL

Sorte/Handelsplatz  aktuell  Vortag (Settlmt)  Bewegung %  Bewegung abs. 
WTI/Nymex           103,80     103,88            -0,1        -0,08 
Brent/ICE           118,75     118,76             0,0        -0,01 

Der Dollar verlor im Zuge sinkender Risikoaversion gegen verschiedene Währungen an Boden. Dies wiederum kam dem Ölpreis zu Gute. "Mit den Daten zum Geschäftsklima in Deutschland setzte am Ölmarkt eine Trendwende beim Sentiment ein und es ging nach oben", sagte ein Ölanalyst. Der Preis für ein Barrel WTI verteuerte sich um 0,8 Prozent oder 0,78 Dollar auf 103,05 Dollar. Der Kontrakt wurde letztmalig gehandelt, die Juni-Fälligkeit gewann 1,1 Prozent bzw 1,16 Dollar auf 103,88 Dollar. Der Junikontrakt auf ein Fass Brent stieg um 0,6 Prozent oder 0,76 Dollar auf 118,76 Dollar.

METALLE

Metall              aktuell        Vortag  Bewegung %  Bewegung abs. 
Gold (Spot)        1.642,25      1.642,70    -0,0%          -0,45 
Silber (Spot)         31,60         31,69    -0,3%          -0,09 
Platin (Spot)      1.578,00      1.578,60    -0,0%          -0,60 
Kupfer-Future          3,67          3,70    -0,8%          -0,03 
 
 

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

IWF

IWF-Chefin Christine Lagarde hat ihr Ziel erreicht: Nach langen Verhandlungen haben sich die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer bereit erklärt, dem IWF weitere 430 Milliarden US-Dollar für Kriseneinsätze zur Verfügung zu stellen.

SCHULDENKRISE EUROZONE

Der IWF sieht Irland auf einem guten Weg bei der Umsetzung des versprochenen Reformprogramms. "Die Umsetzung läuft bisher nicht schlecht", sagte IWF-Mann Ajai Chopra bei der Frühjahrstagung des Währungsfonds in Washington. Portugal hält sich nach Aussage eines IWF-Vertreters an seine Reformzusagen, muss aber auch noch deutlichen Anpassungen erbringen. Portugal müsse vor allem sein steigendes Staatsdefizit unter Kontrolle bekommen, sagte Abebe Selassie vom IWF.

Unterdessen hat US-Finanzminister Geithner hat die Eurozone zu einem noch entschlosseneren Kampf gegen die Schuldenkrise aufgefordert.

WÄHRUNGSPOLITIK CHINA

Die chinesische Zentralbank will dem Markt künftig eine größere Rolle bei der Wechselkursfindung des Yuan einräumen. "Ich denke, die Zeit ist reif, die Wechselkurse mehr oder weniger dem Markt zu überlassen", sagte der Geldpolitiker.

PFIZER

Nestle baut seine Marktführerschaft im Bereich Babynahrung mit einem Milliardenkauf aus. Für 11,85 Milliarden US-Dollar übernehmen die Schweizer das Babynahrungsgeschäft des US-Pharmakonzerns Pfizer.

=== 
DJG/flf/gos 

(END) Dow Jones Newswires

April 23, 2012 01:42 ET (05:42 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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