HARTFORD (Dow Jones)--Der US-Mischkonzern United Technologies hat im ersten Quartal wegen der schwebenden Übernahme des Flugzeugzulieferers Goodrich weniger verdient. Der Konzern trennt sich derzeit von Geschäften, um den milliardenschweren Zukauf zu finanzieren. Die Belastungen aus den geplanten Abspaltungen ließen den Nettogewinn um zwei Drittel auf 330 Millionen US-Dollar oder 0,37 Dollar je Anteil einbrechen.
Grund für den Gewinneinbruch sind vor allem die hohen Abschreibungen auf den Firmenwert der Tochter Rocketdyne und des Windkraftgeschäfts Clipper Windpower. Zusätzlich belasteten Steueraufwendungen für die Ausgliederung des Flugzeugelektronik-Herstellers Hamilton Sundstrand den Profit. Insgesamt sank das Ergebnis pro Aktie dadurch um 0,94 Dollar.
Insgesamt will die United Technologies Corp eine Handvoll Töchter verkaufen und so die 16,4 Milliarden Dollar schwere Akquisition von Goodrich teilfinanzieren. Die Veräußerungen sollen dem Konzern aus Hartford 3 Milliarden Dollar in die Kassen spülen, die schwebende Übernahme will United Technologies bis Mitte des Jahres abschließen.
Für die fortgeführten Geschäfte ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Dank Sondereffekten steigerte der Hersteller von Flugzeugklimaanlagen und Fahrstühlen seinen Nettogewinn in diesen Sparten um 22 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar - pro Anteil erhöhte er sich sogar um 24 Prozent auf 1,31 Dollar. Im Gewinn je Aktie sind allerdings außerordentliche Erträge von 0,30 Dollar und Restrukturierungskosten von 0,09 Dollar enthalten. Ohne diese Effekte stieg der Gewinn nur um 2 Prozent. Die Erlöse der fortgeführten Geschäfte waren dagegen leicht rückläufig, sie sanken um 2 Prozent auf 12,4 Milliarden Dollar.
-Von Kristin Jones und Mia Lamar; Dow Jones Newswires;
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April 24, 2012 08:30 ET (12:30 GMT)
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