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WSJ UPDATE: United Tech profitiert von Belebung am US-Häusermarkt

--Verkauf von Vermögenswerten drückt den Nettogewinn

--Geschäft in Europa und China enttäuschend

--Kosten sollen sinken

(NEU: Details)

Von Kate Linebaugh 
   THE WALL STREET JOURNAL 
 

HARTFORD (Dow Jones)--Die Belebung am darniederliegenden US-Häusermarkt hat der United Technologies im ersten Quartal zu einem Anstieg des operativen Ergebnisses verholfen. Im März sei in Nordamerika eine deutliche Belebung der Verkäufe von Klimageräten verzeichnet worden, teilte der Hersteller von Otis-Aufzügen und Pratt & Whitney-Triebwerken mit.

Der Nettogewinn des Wettbewerbers von General Electric ging wegen des Verkaufs von Vermögenswerten planmäßig zurück. Er sank auf 330 Millionen US-Dollar von 1,01 Milliarden Dollar im Vorjahr. Die United Technologies Inc finanziert mit den Verkaufserlösen einen Teil der 16-Milliarden-Dollar schweren Übernahme des Luftfahrtzulieferers Goodrich.

Im fortgeführten Geschäft lief es im Auftaktquartal besser. Das Unternehmen aus Hartford meldete einen Gewinn von 1,18 Milliarden nach 967 Millionen Dollar. Je Aktie verblieben 1,31 Dollar. Der Umsatz sank um 2 Prozent auf 12,42 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Mittel mit einem Ergebnis je Aktie von 1,20 Dollar und mit einem Umsatz von 12,71 Milliarden Dollar gerechnet.

Nach geringen Verkäufen im Januar und Februar habe es Ende März im Geschäft mit Klimaanlagen einen Umschwung gegeben, sagte CFO Greg Hayes. "Wir liefern (die Geräte) so schnell aus wie wir sie bauen können." Der Umsatz der Sparte Heiz- und Kühlgeräte ging denn auch nur um 6 Prozent zurück. Erwartet worden sei eine Abnahme um 10 Prozent.

Enttäuschend verlief das Geschäft in Europa und China. In der Volksrepublik sanken die Aufträge um 15 Prozent, der Absatz von Aufzügen ging um 20 Prozent zurück.

"Europa ist weiterhin schrecklich", klagt Hayes. Der Markt für Gewerbebau sei anämisch, und daran ändere sich nichts. Er sehe keinerlei Anzeichen für eine Erholung.

United Tech kündigte an, mehr Geld für die Neuordnung in die Hand zu nehmen. In diesem Jahr sollen es 450 Millionen Dollar sein, 100 Millionen Dollar mehr als bisher geplant. Die Ausgaben könnten weiter steigen, kündigte Hayes an. Derzeit gebe es kein Umsatzwachstum. Wolle man den Gewinn dennoch steigern, müsse man die Kosten senken, so der Manager. Unternehmen müssen zur Einsparung von Kosten üblicherweise zunächst Geld für zum Beispiel Entlassungen oder die Schließung von Produktionsanlagen ausgeben.

Auf das Nettoergebnis durchgeschlagen haben im ersten Quartal auch Abschreibungen auf die Geschäftsbereiche Rocketdyne und Clipper sowie Steuern im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf von Hamilton Sundstrand Industrial. Diese Sonderfaktoren schmälerten den Gewinn um 94 Cent.

Hayes zufolge befinden sich die Gespräche über den Verkauf von Rocketdyne in den letzten Zügen. Ein Deal für den Produzenten von Raketentriebwerken komme wahrscheinlich noch im zweiten Quartal zustande. Gebote für den Anbieter von Komponenten für den Betrieb von Flugzeugen, Hamilton Sundstrand, seien bereits eingegangen, die Transaktion soll in diesem Jahr abgeschlossen werden.

-Von Kate Linebaugh, The Wall Street Journal; 
+49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com 
(Kristin Jones und Mia Lamar haben zu dem Bericht beigetragen.) 
DJG/DJN/bam/sha 

(END) Dow Jones Newswires

April 24, 2012 10:21 ET (14:21 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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