Der Euro
Nach Einschätzung von Ralf Umlauf, Devisenexperte der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), konnte der Euro am Nachmittag von Konjunkturdaten aus den USA profitieren. "Bei Anlegern verfestigt sich der Eindruck, dass der Aufwärtstrend in den Staaten intakt ist." Die Industrieumfrage der regionalen Notenbank in Richmond hatte im April von sieben auf 14 Punkte zugelegt. Erwartet worden war ein Rückgang auf sechs Zähler. Die Konsequenz sei ein Anstieg der Risikobereitschaft an den Devisenmärkten, der der europäischen Gemeinschaftswährung zugute komme, so Umlauf. Auch das etwas schwächer als erwartete Konsumentenvertrauen habe nichts am am positiven Gesamteindruck ändern können.
Bereits am Vormittag hatten eine überraschende Aufhellung der Verbraucherstimmung in Frankreich und geglückte Auktionen in Italien, Spanien und den Niederlande Unterstützung für den Euro geliefert. Alle drei Staaten besorgten sich problemlos frische Milliarden an den Geld- und Anleihemärkten. Zwar zogen die Refinanzierungsbedingungen teilweise deutlich an, doch Investoren bewerteten laut Händlern positiv, dass zumindest die Nachfrage nicht zu wünschen übrig ließ.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse
für einen Euro auf 0,81540 (0,81660) britische Pfund
AXC0244 2012-04-24/16:52