Wie der Staat sind auch die Parteien Griechenlands faktisch pleite. Eigentlich ist Sparen angesagt - doch es stehen Wahlen bevor. Deshalb greifen die Politiker ungeniert nach Steuergeldern - auf Kosten der Euro-Zone.
Die beiden griechischen Traditionsparteien, Konservative und Sozialisten, die sich seit fast vier Jahrzehnten in Athen an der Macht abwechseln, haben nicht nur ihr Land ins Schuldendesaster gesteuert. Auch die Parteienfinanzen sind in einem völlig desolaten Zustand. Für den Kampf um die Wähler im Vorfeld der Schicksalswahl am 6. Mai brauchen die Parteipolitiker aber rasch Geld - und bedienen sich ungeniert aus dem Haushalt des Krisenstaates.
Exakt 127,6 Millionen Euro schuldet die konservative Nea Dimokratia (ND) den Banken. Bei jährlichen Einnahmen von nicht einmal 17 Millionen Euro ist klar: sie wird ihre Schulden niemals tilgen können. Nicht besser steht es um die Finanzen der sozialistischen Pasok: jährlichen Einnahmen von 15,9 Millionen stehen Bankschulden von 113,8 Millionen gegenüber.
Ungeachtet der Krise häufen die Parteien immer neue Schulden an: in den beiden vergangenen Jahren nahm die ND neue Darlehen von 25 Millionen Euro auf, die Pasok pumpte sich sogar 65 Millionen. Trotzdem schuldet die Partei den meisten ihrer Angestellten mehrere Monatsgehälter. Die ND sitzt auf unbezahlten Stromrechnungen von rund 670.000 Euro und ist mit der Miete für ihr Hauptquartier an der Athener Syngrou-Avenue mehrere Monate im Rückstand.
Und nun gilt es auch noch ...
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