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DGAP-HV: COMMERZBANK Aktiengesellschaft: -2-

DJ DGAP-HV: COMMERZBANK Aktiengesellschaft: Bekanntmachung der Einberufung zur Hauptversammlung am 23.05.2012 in Frankfurt am Main-Höchst mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung gemäß §121 AktG

DGAP-HV: COMMERZBANK Aktiengesellschaft / Bekanntmachung der 
Einberufung zur Hauptversammlung 
COMMERZBANK Aktiengesellschaft: Bekanntmachung der Einberufung zur 
Hauptversammlung am 23.05.2012 in Frankfurt am Main-Höchst mit dem 
Ziel der europaweiten Verbreitung gemäß §121 AktG 
 
26.04.2012 / 15:18 
 
=-------------------------------------------------------------------- 
 
   COMMERZBANK 
   Aktiengesellschaft 
 
   Frankfurt am Main 
 
   Wertpapier-Kenn-Nummer: 803 200 
   ISIN: DE 0 008 032 004 
 
   Wertpapier-Kenn-Nummer: A1M MES 
   ISIN: DE 000A1MMES0 
 
 
   Ergänzung der Tagesordnung 
   für die ordentliche Hauptversammlung am 23. Mai 2012 
 
   Durch Bekanntmachung im elektronischen Bundesanzeiger vom 11. April 
   2012 wurde die ordentliche Hauptversammlung der Commerzbank 
   Aktiengesellschaft am Mittwoch, den 23. Mai 2011, ab 10.00 Uhr (MESZ), 
   in der Jahrhunderthalle Frankfurt, Frankfurt am Main-Höchst, 
   Pfaffenwiese, einberufen. 
 
   Auf Verlangen des Aktionärs Riebeck-Brauerei von 1862 AG wird gemäß §§ 
   122 Abs. 2, 124 Abs. 1 AktG die Tagesordnung der ordentlichen 
   Hauptversammlung am 23. Mai 2012 um folgenden Gegenstand zur 
   Beschlussfassung ergänzt und hiermit bekannt gemacht: 
 
   11. Vertrauensentzug gegenüber dem Vorstandssprecher, Herrn Martin 
   Blessing 
 
   Begründung: 
 
   A) 
 
   Auch im laufenden Geschäftsjahr lebte die Commerzbank wiederum von dem 
   'Geschäftsmodell Blessing', die hausgemachten Fehler durch die 
   Aktionäre im Rahmen von Kapitalerhöhungen bezahlen zu lassen - und 
   anschließend das von den Aktionären anvertraute Geld zu verbraten. Der 
   Vorstand hat durch die absurden Kapitalerhöhungen (vor denen wir schon 
   zur letzten Hauptversammlung gewarnt haben) der Commerzbank-Aktie den 
   Todesstoß versetzt - der Kurs belegt das begründete Misstrauen in die 
   Fähigkeiten des Managements. Im letzten Jahr hatten wir unsere 
   Ergänzungsanträge (bei einem Börsenkurs von über drei Euro!) u.a. wie 
   folgt begründet: 
 
   'Dieser Vorstand ist als Geschäftsleiter einer Bank weitgehend talent- 
   und begabungsfrei! Er ist verliebt in seine Ausreden, bleibt in sehr 
   bemerkenswerter Weise den Aktionären wertsteigernde Leistungen 
   schuldig und ist bisher mehr durch Worte als durch Erfolge auffällig 
   geworden. Der Vorstand plant ständig neue künftige Erfolge, um sich 
   nicht mit den Misserfolgen der Gegenwart auseinanderzusetzen - ein 
   beeindruckender Fall von Realitätseintrübung! Nunmehr schlägt der 
   Vorstand eine Art Kapitalerhöhungsroulette vor: Er will so viele 
   Aktien platzieren, bis 11 Milliarden Euro zusammengekommen sind. Es 
   interessiert ihn offensichtlich weder ein limitierter Ausgabekurs, 
   noch ein limitierter Verwässerungseffekt für Altaktionäre, noch 
   überhaupt die Anzahl der auszugebenden Aktien. Schon rechnen Analysten 
   mit weiteren Abschlägen von 30% auf den Kurs der Commerzbank-Aktie, 
   wenn ein solch inflationärer Aktienneudruck ins Werk gesetzt wird. Da 
   der Staat bereits sechs Monate nach der Kapitalerhöhung seine Aktien 
   verkaufen kann, entsteht bei einer solchen Aktiendiarrhoe im Rahmen 
   einer Kapitalerhöhung zusätzliches erhebliches Kursvernichtungs- bzw. 
   Kursbegrenzungspotential bei der Commerzbank-Aktie.' 
 
   Dem ist auch heute nichts hinzuzufügen - außer, dass die Ergebnisse 
   noch jämmerlicher sind als damals erwartet. Großaktionär Generali 
   verkaufte seine Aktien - ebenso wie vorher bereits die Allianz, die 
   offenbar ein gutes Einschätzungsvermögen hinsichtlich der Qualitäten 
   von Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank haben. Bei 
   erschreckenden 3,6 Milliarden Euro Jahresfehlbetrag faselt der 
   Geschäftsbericht etwas von 'guter und verantwortlicher 
   Unternehmensführung'. 
 
   Die Commerzbank ist hingegen seit vielen Jahren kein Leuchtturm guter 
   Unternehmensführung, sondern vor allem ein Dauersubventionsfall für 
   Aktionäre und Staat. Es ist fraglich, ob eine Bank mit solchem 
   Geschäftsmodell eine Existenzberechtigung hat. Von Jahr zu Jahr wird 
   deutlicher, dass das Management, das kein Mitleid mehr verdient, 
   dringend ausgelistet werden muss. Da der Staat sich bei der 
   Commerzbank offenbar nicht als Ankeraktionär, sondern als Zuschauer 
   einer gigantischen Geldvernichtung investierter Steuergelder bei einem 
   Kreditinstitut der staatlichen Bedarfswirtschaft sieht, ist es 
   erforderlich, dass die anderen Aktionäre den Staat an seine Pflichten 
   erinnern, in diesem Laden endlich aufzuräumen! 
 
   a) 
 
   Mit der Einsetzung des McKinsey-Zöglings Martin Blessing als 
   Vorstandssprecher am 16. Mai 2008 (Tages-Aktienkurs: 18,67 Euro) und 
   nach seiner absolut grundlosen Beförderung zum Vorstandsvorsitzenden 
   durch seinen Ziehvater, den Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus-Peter 
   Müller, am 7. Mai 2009 (Tages-Aktienkurs 4,53 Euro = minus 75%!) wurde 
   unter Regie dieser beiden eine Aktienlawine an Kapitalerhöhungen 
   losgetreten. Diese begrub alle Erwartungen, dass künftige Ergebnisse 
   die erwirtschafteten Verluste ausgleichen. Vielmehr ist es so, dass 
   nach aller wirtschaftlichen Lebenserfahrung in diesem Jahrhundert nie 
   mehr der Aktienkurs zum Amtsantritt Blessing (und schon gar nicht der 
   zum Amtsantritt Müller als Vorstandssprecher am 25. Mai 2001 - 25,50 
   Euro) erreicht werden kann. Folglich werden dieses Dilettanten-Duo 
   auch nie mehr den Schaden der langjährigen treuen 
   Commerzbank-Aktionäre ausgleichen können, der in nur einem Jahrzehnt 
   angerichtet worden ist. Der Durchmarsch der Commerzbank auf dem 
   Kapitalmarkt hat folgende bemerkenswerte 'Performance' erbracht: 
 
   - Mai 2008 (Amtsantritt Blessing): 
   657.168.541 ausgegebene Aktien (Börsenkurs: 18,67 EUR - 
   Börsenbewertung: 12,3 Milliarden Euro) 
 
   - September 2008 (Kauf Dresdner Bank): 
   722.553.156 ausgegebene Aktien (Börsenkurs: 11,25 EUR - 
   Börsenbewertung: 8,1 Milliarden Euro) 
 
   - Januar 2009 (Sacheinlage Dresdner Bank): 
   886.014.693 ausgegebene Aktien (Börsenkurs: 4,50 EUR - 
   Börsenbewertung: 4 Milliarden Euro) 
 
   - Juni 2009 (Kapitalerhöhung SoFFin): 
   1.181.352.926 ausgegebene Aktien (Börsenkurs: 3,80 EUR - 
   Börsenbewertung: 4,5 Milliarden Euro) 
 
   - Januar 2011 (Umwandlung Hybridkapital in Aktien): 
   1.299.488.217 ausgegebene Aktien (Börsenkurs: 4,50 EUR - 
   Börsenbewertung: 5,8 Milliarden Euro) 
 
   - Februar 2011 (Wandlung der Stillen Einlage SoFFin): 
   1.338.866.647 ausgegebene Aktien (Börsenkurs: 4,60 EUR - 
   Börsenbewertung1: 6,1 Milliarden Euro) 
 
   - Mai 2011 (Ausgabe 'CoMen'): 
   2.677.733.292 ausgegebene Aktien (Börsenkurs: 3,20 EUR - 
   Börsenbewertung: 8,5 Milliarden Euro) 
 
   - Juni 2011 (Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht): 
 
   5.113.429.053 ausgegebene Aktien (Börsenkurs: 3,00 EUR - 
   Börsenbewertung: 15,3 Milliarden Euro) 
 
   - März 2012 (Umwandlung Hybridkapital in Aktien): 
 
   5.473.939.020 ausgegebene Aktien (Börsenkurs: 1,90 EUR - 
   Börsenbewertung: 10,4 Milliarden Euro) 
 
   - März 2012 (Erneute Wandlung Stille Einlage SoFFin): 
 
   5.594.109.009 ausgegebene Aktien (Börsenkurs: 1,90 EUR - 
   Börsenbewertung: 10,6 Milliarden Euro) 
 
   - Mai 2012 (Vier Jahre Martin Blessing): 
 
   5.594.109.009 ausgegebene Aktien (Börsenkurs: 1,60 EUR - 
   Börsenbewertung: 8,9 Milliarden Euro) 
 
   ______________________ 
 
   1 Bezogen auf die Aktiengesamtstückzahl 
 
   Die Ausgabekurse anlässlich der Kapitalerhöhungen haben sich dabei 
   seit September 2008 wie folgt entwickelt: 17,00 Euro, 6,00 Euro, 5,30 
   Euro, 5,61 Euro, 4,25 Euro, 2,18 Euro, 1,91 Euro und zuletzt 1,92 
   Euro. Nicht ein einziger Zeichner der Schrottaktie 'Commerzbank' hat 
   bis heute gerechnet irgendeinen Gewinn gemacht. Die Verluste dieser 
   Zeichner stellen sich bei einem aktuellen Kurs von 1,60 Euro wie folgt 
   dar: minus 91%; minus 73%; minus 70%, minus 71%; minus 62%; minus 27%; 
   minus 16%; minus 17%. Die FAZ bezeichnet die Commerzbank-Aktie zum 
   Weihnachtstag 2011 als 'zweitschwächsten Wert nach Q-Cells' in ihrem 
   Index. Was versteht der Vorstand gegenüber Aktionären, die mehr als 
   90% verloren haben, unter einer Kursentwicklung, die 'noch nicht 
   befriedigend verlief' (Geschäftsbericht Seite 13)? 
 
   Die Aktionäre haben seit Amtsantritt Blessing mehr als 16,5 Milliarden 
   Euro in bar in die Bank gesteckt (die Sacheinlage der Dresdner 
   Pleitebank zum damaligen Börsenkurs der ausgegebenen Commerzbank-Aktie 
   berechnet), in der gleichen Zeit ist der Börsenwert von 12,3 
   Milliarden auf 8,9 Milliarden Euro gefallen! Der Schaden beträgt damit 
   rechnerisch etwa 20 Milliarden Euro!!! Unter Einberechnung der 
   Inflationsrate hat ein Aktionär seit den Amtsantritten der Herren 
   Blessing und Müller sein Investment vollständig verloren! Er wird sein 
   Geld dank dieser Herren auch nie mehr wieder sehen, denn: Um den 
   Schaden (zinslos) auszugleichen, muss der Aktienkurs auf 18,67 Euro 
   (Amtsantritt Blessing) oder 25,50 Euro (Amtsantritt Müller) steigen. 
   Dies würde dann einer Börsenbewertung von mehr als 104 Milliarden Euro 
   bzw. 143 Milliarden Euro entsprechen (zur Orientierung: 
   Marktkapitalisierung Deutsche Bank: 32 Milliarden Euro)! Das 
   versprochene Road-Map-Ziel, ab 2012 jährlich mehr als vier Milliarden 
   Euro operativ zu erwirtschaften (das sich ohnehin als Sprechblase 
   entlarven wird - siehe dann Hauptversammlung 2013!); wird dafür nicht 
   im Ansatz ausreichen. 
 
   b) 
 

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

April 26, 2012 09:19 ET (13:19 GMT)

Und die Aktieninflation soll bei der Commerzbank weitergehen: 
   Kumuliert man all das, was an Aktien zu drucken dem Vorstand aufgrund 
   alter Vorratsbeschlüsse und der neuerlichen Tagesordnungspunkte 7. bis 
   10. erlaubt sein soll, ergibt sich ein weiteres Potential von 
   unglaublichen 9.697.653.377 Aktien - dem 1,7fachen der heutigen 
   Aktienstückzahl! Was will der Vorstand, der schon in der Vergangenheit 
   gezeigt hat, dass man ihm besser kein Geld in die Hände gibt, mit 
   dieser Ermächtigung? Rechnerisch würden bei vollständiger Ausübung der 
   Ermächtigungen auf jeden Weltbürger mehr als zwei Commerzbank-Aktien 
   entfallen! 
 
   Insoweit beugt ein Vertrauensentzug neuen Anpumpversuchen des 
   Kapitalmarktes abseits von Gehirn und Gefühl eines sorgfältig 
   arbeitenden Vorstands vor. 
 
   c) 
 
   Das, was den Aktionären seit Blessings Inthronisation für den von ihm 
   angerichteten Scherbenhaufen namens Commerzbank vollmundig angekündigt 
   wurde, hat den Realitätstest nirgends bestanden: 
 
   Herr Blessing wurde von Herrn Müller am 15. Mai 2008 den Aktionären 
   wie folgt verkauft: 'Ich bin überzeugt, dass die hoch motivierte und 
   sehr engagierte Vorstandsriege die Bank in den nächsten Jahren auf 
   ihrem Erfolgkurs voranbringen wird' (91% Kursverlust als 
   Erfolgskurs?). 'In gemeinsamer Verantwortung werden Vorstand und 
   Aufsichtsrat auch künftig auf die Wertschaffung für unsere Aktionäre 
   achten - dafür stehen Martin Blessing und ich persönlich ein' (wo 
   können die geschädigten Aktionäre heute die Garantie dieser Herren 
   einlösen?). Und in Bezug auf die Eurohypo vernahmen die Aktionäre von 
   Herrn Blessing 2009 ernsthaft Folgendes: 'Wir werden die nötige Zeit 
   haben, die Eurohypo wieder zukunftsfähig aufzustellen' (ach so: 
   zukunftsfähig als Synonym für eine Abwicklungsbank). Und weiter geht's 
   2009: 'Wir haben die Commerzbank erfolgreich an den Start gebracht - 
   und das auch noch wesentlich schneller, als wir es ursprünglich 
   geplant haben' (war der Verlust 2011 von 3,6 Milliarden Euro erst für 
   später geplant?); 'Zur vollen Profitabilität wollen wir spätestens 
   2011 zurückkehren' (Milliardenverlust = volle Profitabilität???). 
 
   Aber es kann ja nichts passieren, denn 'Mittelfristig sehen wir ein 
   nachhaltiges operatives Ergebnis von mehr als 4 Milliarden Euro für 
   die Bank. Dieses wollen wir 2012 erstmals realisiert haben'. Leider 
   verschwiegen die Herren Blessing und Müller, dass 2009 diese 
   Ankündigung ('Rückkehr zur vollen Profitabilität schon in drei 
   Jahren!') sich auf die damals bestehenden 886 Millionen Aktien bezogen 
   (daher vermeidet man auch nach Kräften, einen Gewinn pro Aktie zu 
   prognostizieren - nur dieser interessiert den Aktionär) und nicht auf 
   die heute mehr als sechsfach aufgeblähte Aktienmenge! Anders gewendet: 
   Erstens ist dieses einigermaßen dümmliche Versprechen ohnehin nicht 
   einzuhalten - egal auf welche Aktienmenge. Zweitens entspricht eine 
   Gewinnankündigung von vier Milliarden Euro im Jahre 2009 bezogen auf 
   die heutige Aktienstückzahl einem Gewinn von 24 Milliarden Euro. Und 
   2010 geht das Blessing-Gesäusel wie folgt weiter: 'Spätestens im Jahr 
   2011 wird dann auch die Gesamtbank schwarze Zahlen schreiben' (ja 
   richtig, die 3,6 Milliarden Verlust sind im Geschäftsbericht 2011 
   tatsächlich schwarz gedruckt). Aber diese Deviation des Ergebnisses 
   macht ja nichts: 'Wir werden im Jahre 2012 alle Kernaktivitäten 
   nachhaltig in die Gewinnzone gebracht haben!' (Sweet dreams, meine 
   Herren! - Gerade widmet man sich dem nächsten potentiellen 
   Milliardenverlustloch intensiv, nämlich der Schiffsfinanzierung.) Aber 
   kein Problem: Dann geht der Aktienemissionswahn einfach weiter, der 
   die chronische Ertragsdürre der Bank in etwa so lösen kann wie der 
   Regentanz der Hopi-Indianer deren Trockenheitsprobleme. Zurückgerudert 
   wurde vorsichtshalber schon im Oktober letzten Jahres: Die 
   versprochenen 4 Milliarden operativer Gewinn für 2012 sollen nur 
   'erreichbar sein unter stabilen Marktbedingungen, die derzeit nur noch 
   sehr bedingt gegeben sind, und unter Herausrechnung neuer 
   regulatorischer Anforderungen' (also alle Wenn und Aber 
   herausgerechnet im Klartext: 'Das wird nichts mehr mit den 4 
   Milliarden!'). 
 
   Fazit: Die Herren Blessing und Müller haben sich jahrelang am 
   Kapitalmarkt durchgewurstelt, in dem sie die Aktionäre an der Nase 
   herumgeführt haben. Es wird Zeit, dass die Freunde des Redens durch 
   Freunde des Handelns abgelöst werden. Die Gabe, eine Bank profitabel 
   zu führen, konnten wir bei beiden Akteuren bislang niemals bewundern. 
   Es ist nur erstaunlich, dass sich beide offenbar in ihrer Naivität von 
   keiner Realität erschüttern lassen. 
 
   c) 
 
   Die Schuld für das Kursmassaker an der Commerzbank-Aktie trägt nach 
   dem Selbstverständnis des Vorstands nicht etwa er selbst, sondern - 
   natürlich - das böse 'Erdbeben in Japan' und die fürchterlichen 
   'Unruhen in Nordafrika', die üblen 'Stresstests der European Banking 
   Authority' und selbstverständlich auch die schauderhafte 
   'Staatsschuldenkrise' sowie die grässliche 'Angst vor einer 
   Rezession', die Anleger davon abhalten, auf die Konzernregenten der 
   Commerzbank zu setzen. (Geschäftsbericht Seite 31). Das beliebte 
   Ausredenkonvolut verläuft nicht auf hoher Argumentationskultur: Warum 
   in der Amtszeit Blessing fast alle anderen Banken unter den gleichen 
   ach so schrecklichen Bedingungen dramatisch besser abgeschnitten 
   haben, erklären die Ankündigungsweltmeister der Commerzbank nicht. 
   Warum soll der Kapitalmarkt einer Bank Geld geben, die im 
   Geschäftsbericht 2011 ein ganzes Kapitel unter 'Mehr für unsere 
   Kunden. Mehr wollen. Mehr erreichen.' überschreibt und im November 
   2011 verkünden musste, das Kreditneugeschäft ohne Bezug zu Deutschland 
   oder Polen vorübergehend einzustellen? Dies sieht nicht nach 
   'Chancenmanagement' aus (Einzelabschluss Seite 46), sondern nach 
   Panikorchester. 
 
   B) 
 
   Seit dem Jahr 2000 ist die Commerzbank-Aktie von einst über 35 Euro 
   zum Ramschpapier mit 95%igem Kursverlust, zur Espresso-Aktie (im 
   Stehausschank) heruntergewirtschaftet worden - ohne dass auch nur ein 
   Wort des Bedauerns oder Entschuldigung von denjenigen ausgebracht 
   wurde, die bei Bezügen und Pensionen kräftig abgebissen und die Bank 
   vor die Wand gefahren haben. Die Aktionäre sollten nicht mehr weiter 
   stillschweigend für die Fehler von Blessing, Müller & Co. zahlen, 
   sondern endlich auch Bedingungen stellen. Die Aktionäre haben ein 
   Recht, nicht weiterhin eine Looser-Bank, eine gescheiterte Bank, 
   apanagieren zu müssen. Diese Kehrtwendung erfordert in Vorstand und 
   Aufsichtsrat gänzlich neue und gänzlich andere Köpfe als die der 
   Herren Blessing und Müller. 
 
   Das, was die Verwaltung voraussichtlich auch diesem Misstrauensantrag 
   entgegensetzen wird ('Wir sehen keinen Grund für einen 
   Vertrauensentzug', 'Wir haben doch alles richtig gemacht' - ganz nach 
   dem Motto: 'Ich bin klein, mein Herz ist rein'), wird bei einem 
   Börsenkurs von 1,60 Euro diesmal nicht ernsthaft ausreichen. Die 
   Aktionäre interessieren auch keine Synergieeffekte aus der Fusion mit 
   der Dresdner Bank mehr, keine 'Erreichung strategischer Meilensteine' 
   und auch keine Milliarden-Ertragsprognosen für eine unbekannte 
   Aktienmenge, sondern nur eine Kernfrage. Wann sieht die Planung eine 
   Dividendenzahlung vor - und in welcher Höhe je Aktie? Antworten Sie, 
   Herr Blessing oder treten Sie endlich zurück! 
 
   Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrats der Commerzbank 
   Aktiengesellschaft zu dem Ergänzungsverlangen der Aktionärin 
   Riebeck-Brauerei von 1862 AG 
 
   Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen, den Beschlussantrag zu 
   Tagesordnungspunkt 11 abzulehnen: 
 
   Im Gegensatz zu der Aktionärin, die das Ergänzungsverlangen gestellt 
   hat, sehen Vorstand und Aufsichtsrat keinen Grund für den 
   Vertrauensentzug gegenüber dem Vorstandsvorsitzenden Martin Blessing. 
 
   Herr Blessing hat als Vorstandsvorsitzender jederzeit die Sorgfalt 
   eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters angewandt. 
 
   Er hat zusammen mit seinen Vorstandskollegen die Weichen dafür 
   gestellt, dass die Commerzbank in einem sehr schwierigen Umfeld die 
   Integration der Dresdner Bank - immerhin die größte Integration der 
   deutschen Bankengeschichte - erfolgreich abgeschlossen hat. Zudem hat 
   der Vorstand der Commerzbank in einer Periode sich massiv 
   verschärfender regulatorischer Anforderungen die Bank zukunftssicher 
   aufgestellt. 
 
   Unter den sehr schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen des 
   vergangenen Jahres haben alle europäischen Banken massiv gelitten. Das 
   schlug sich auch in der gegenüber dem Gesamtmarkt deutlich schwächeren 
   Performance des europäischen Bankenindexes nieder. 
 
   Die Planung von 2009 wies für das Geschäftsjahr 2012 ein operatives 
   Ertragsziel im Konzern von Euro 4 Milliarden aus. Dabei wurden 
   wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen unterstellt. 
   Diese haben sich inzwischen stark geändert, was zum damaligen 
   Zeitpunkt nicht vorhersehbar war. 
 
   Dennoch hat der Commerzbank-Konzern 2011 in der Kernbank ein 
   operatives Ergebnis von Euro 4,5 Milliarden erzielt. Im Wesentlichen 

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

April 26, 2012 09:19 ET (13:19 GMT)

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.