DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
===
SPRUCH
"Es ist das Schicksal des Genies, unverstanden zu bleiben. Aber nicht jeder Unverstandene ist ein Genie" (Ralph Waldo Emerson)
FEIERTAGSHINWEIS
MONTAG: In Tokio und Schanghai bleiben die Börsen feiertagsbedingt geschlossen.
AUSBLICK UNTERNEHMEN
06:50 DE/Software AG, Ergebnis 1Q, Darmstadt
07:00 DE/BASF SE, Ergebnis 1Q (08:30 Telefonkonferenz, Ludwigshafen
07:00 RU/Gazprom OAO, Jahresergebnis, Moskau
07:30 DE/Daimler AG, Ergebnis 1Q, Stuttgart
07:30 DE/Rheinmetall AG, Ergebnis 1Q, Düsseldorf
07:30 FR/Sanofi SA, Ergebnis 1Q, Paris
07:40 IT/Eni SpA, Ergebnis 1Q, Rom
08:00 FR/Total SA, Ergebnis 1Q, Courbevoie
10:00 DE/Bayer AG, HV, Köln
10:00 DE/Continental AG, HV (u.a. mit Eckdaten 1Q), Hannover
DIVIDENDENABSCHLAG
Beiersdorf: 0,70 EUR EnBW: 0,85 EUR Gerresheimer: 0,60 EUR Munich Re: 6,25 EUR Renk AG: 1,80 EUR AB InBev: 1,20 EUR L'Oreal: 2,00 EUR
AUSBLICK KONJUNKTUR
- GB
01:01 Index zum GfK-Konsumklima April
PROGNOSE: -31 Punkte
zuvor: -31 Punkte
- DE
08:00 Destatis, Import-/Exportpreise März
Importpreise
PROGNOSE: +0,9% gg Vm/+3,3% gg Vj
zuvor: +1,0% gg Vm/+3,5% gg Vj
08:10 GfK, Konsumklimaindikator Mai
PROGNOSE: 5,9 Punkte
zuvor: 5,9 Punkte
- FR
08:45 Privater Verbrauch (Käufe industrieller Güter) März
PROGNOSE: -2,0% gg Vm/+0,1% gg Vj
zuvor: +3,0% gg Vm/+0,5% gg Vj
08:45 Erzeugerpreise März
PROGNOSE: +0,6% gg Vm/+4,0% gg Vj
zuvor: +0,8% gg Vm/+4,3% gg Vj
- ES
09:00 HVPI und Verbraucherpreise April (vorläufig)
HVPI
PROGNOSE: +1,7% gg Vj
zuvor: +1,8% gg Vj
Verbraucherpreise
PROGNOSE: +1,8% gg Vj
zuvor: +1,9% gg Vj
- IT
10:00 Einzelhandelsumsatz Februar
PROGNOSE: -0,1% gg Vm
zuvor: +0,7% gg Vm
- US
14:30 BIP 1Q (1. Veröffentlichung)
annualisiert
PROGNOSE: +2,6% gg Vq
zuvor: +3,0% gg Vq
BIP-Deflator
PROGNOSE: +2,2% gg Vq
zuvor: +0,9% gg Vq
14:30 Arbeitskostenindex 1Q
PROGNOSE: +0,5% gg Vq
zuvor: +0,4% gg Vq
15:55 Index der Verbraucherstimmung der Universität
Michigan April (2. Umfrage)
PROGNOSE: 75,7
1. Umfrage: 75,7
zuvor: 76,2
AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN
11:00 IT/Auktion 4,75-prozentiger Staatsanleihen (BTP) im
Volumen von 1,5 bis 2,5 Mrd EUR, Laufzeit Mai 2017
Auktion 5,50-prozentiger BTP im Volumen von
1,5 bis 2,5 Mrd EUR, Laufzeit September 2022
Auktion von Staatsanleihen (BTP) im Gesamtvolumen
von 750 Mio bis 1,25 Mrd EUR, davon
3,75-prozentige BTP, Laufzeit April 2016
4,25-prozentige BTP, Laufzeit Februar 2019
ÜBERSICHT INDIZES
INDEX zuletzt +/- % DAX 6.739,90 +0,53% DAX-Future 6.778,50 +1,16% XDAX 6.775,10 +1,15% MDAX 10.761,31 +1,24% TecDAX 786,62 +0,54% Euro-Stoxx-50 2.322,69 -0,01% Stoxx-50 2.410,21 +0,14% Dow-Jones 13.204,62 +0,87% S&P-500-Index 1.399,98 +0,67% Nasdaq-Comp. 3.050,61 +0,69% EUREX zuletzt +/- Ticks Bund-Future 140,81% +51
FINANZMÄRKTE
EUROPA
Einen "Hang zu Gewinnmitnahmen" macht ein Händler am letzten Handelstag der Woche aus. "Die Abstufung Spaniens könnte die Spreads der Eurozone-Peripherie wieder etwas auseinander laufen lassen", sagt der Händler. "Die Abstufung sollte nicht komplett überraschen, aber sie könnte das fragile Sentiment in der Eurozone belasten", sagt Kintai Cheung von der Credit Agricole. Indikationen von IG Index prognostizieren für den DAX, den FTSE-100 und den CAC-40 kaum veränderte Kurse. Für Bewegung an den Märkten könnte gegen 10.00 Uhr MESZ eine Auktion italienischer Anleihen im Gesamtvolumen von 3,75 bis 6,25 Milliarden Euro sorgen. Die japanische Börse bekommt von der Ausweitung der Staatsanleihenkäufe durch die Notenbank leichten Rückenwind. Allerdings hatten viele Marktakteure dieses Szenario erwartet. Vermutlich wird die erste Veröffentlichung des BIP in den USA am Nachmittag darüber entscheiden, wie die Börsen die Woche beschließen. Volkswirte rechnen im Konsens mit einer Abschwächung des Wachstums auf 2,6 Prozent im ersten Quartal 2012 von 3,0 Prozent im vierten Quartal 2011. Der für die Inflationsschätzungen der Fed wichtige BIP-Deflator dürfte kräftig auf 2,2 Prozent von 0,9 Prozent gestiegen sein.
DAX/MDAX/TECDAX
Etwas fester - VW (+8,7 Prozent) führten nach überraschend guten Geschäftszahlen die Gewinner im DAX an. Im Sog von VW gewannen Daimler 3,2 Prozent und BMW 2,3 Prozent. Für Furore sorgte das Übernahmeangebot von Fresenius für Rhön-Klinikum in Höhe von 22,50 Euro je Aktie. Rhön-Klinikum verteuerten sich um fast 44 Prozent, Fresenius drehten im späten Handel ins Plus und schlossen 2,8 Prozent höher, nachdem Analysten die Übernahme positiv beurteilt hatten. Enttäuscht waren Anleger von den Quartalszahlen der Deutschen Bank (-2,8 Prozent), die bei allen relevanten Kennziffern hinter den Prognosen zurückblieb. Bayer (+1,5 Prozent) profitierten von überraschend guten Zahlen. Metro fielen um 2,4 Prozent auf den niedrigsten Stand seit mehr als drei Jahren. Händler begründeten die Kurseinbußen der vergangenen Wochen mit einer immer trüberen Stimmung der Verbraucher wegen der europäischen Schuldenkrise.
XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (22 UHR): 6.775 (XETRA-Schluss: 6.740) Punkte
Die Aktien der Deutschen Börse reagierten nicht auf die vorgelegten Quartalszahlen und des Ausblick des Börsenbetreibers. Um 2,5 Prozent abwärts ging es indes für Rhön-Klinikum. Die Aktien waren im regulären Handel um fast 44 Prozent gestiegen, nachdem Fresenius ein Übernahmeangebot für den Klinikbetreiber abgegeben hatte.
USA / WALL STREET
Überraschend positive Daten vom US-Häusermarkt haben für Zuversicht bei den US-Anlegern gesorgt: Der Index der ausstehenden Hausverkäufe ist im März gut drei Mal so stark gestiegen wie erwartet und damit auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Enttäuschende Konjunkturdaten aus der Eurozone und schwächer als erwartet ausgefallene Zahlen vom US-Arbeitsmarkt traten in den Hintergrund. Auch wenig berauschende Quartalsberichte dämpften die Stimmung nur vorübergehend. Exxon verfehlte im ersten Quartal die Analystenschätzungen, weil das Upstream-Ergebnis schwächer ausfiel. Die Aktie verlor 0,8 Prozent. Bei Dow Chemical verfehlte der Umsatz die Erwartungen. Die Aktien sackten um 3,4 Prozent ab. PepsiCo hat die Erwartungen des Marktes zwar übertroffen. Allerdings hat PepsiCo (minus 0,4 Prozent) im ersten Quartal 25 Prozent mehr für Werbung ausgegeben. Der Logistiker United Parcel Services (UPS), der vielen wegen seines breiten Luft- und LKW-Frachtgeschäfts als Barometer für den globalen Handel gilt, blieb sowohl gewinn- als auch umsatzseitig hinter den Erwartungen von Analysten zurück. Die Aktie büßte 1,8 Prozent ein.
DEVISENMARKT
Mit der Abstufung der Bonität Spaniens durch S&P ist der Euro wieder unter die Marke von 1,32 Dollar gefallen. Er rutschte nach der Bekanntgabe am späten Donnerstagabend von 1,3220 auf 1,3190 Dollar zurück und notiert aktuell weiter um dieses Niveau. Der Yen ist nach der Ausweitung der Anleihenkäufe um 5 Billionen Yen durch die Bank of Japan zu Dollar und Euro kurzzeitig unter Druck geraten, hat die Kursverluste jedoch komplett wieder aufgeholt.
DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Do, 18.00 Uhr EUR/USD 1,3189 -0,0% 1,3193 1,3229 EUR/JPY 106,6777 -0,2% 106,8618 106,9210 EUR/CHF 1,2014 -0,0% 1,2015 1,2016 USD/JPY 80,8900 -0,1% 80,9950 80,7920 GBP/USD 1,6173 -0,0% 1,6181 1,6187
ROHSTOFFE
ÖL
Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 104,01 104,55 -0,5 -0,54 Brent/ICE 119,43 119,92 0,0 -0,49
Die Notierungen am Ölmarkt profitierten von den Kursgewinnen am Aktienmarkt und einem etwas leichteren Dollar. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI stieg zum Settlement um 0,4 Prozent oder 0,43 Dollar auf 104,55 Dollar.
METALLE
Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.655,80 1.657,78 -0,1% -1,98 Silber (Spot) 31,02 31,13 -0,4% -0,11 Platin (Spot) 1.563,98 1.567,43 -0,2% -3,45 Kupfer-Future 3,76 3,77 -0,2% -0,01
MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR
S&P stuft Spaniens Bonität herunter
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
April 27, 2012 01:49 ET (05:49 GMT)
Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat Spanien eine niedrigere Bonität bescheinigt. Das langfristige Länder-Rating sei auf "BBB+" von "A" gesenkt worden, teilte die Agentur am Donnerstag nach Handelsende an Wall Street mit. Zudem ist der Ausblick negativ, das heißt, es droht eine weitere Herabstufung. S&P begründete den Schritt mit der rückläufigen Konjunktur in Spanien, die sich negativ auf das Budget auswirken dürfte. Ferner sei gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass die spanische Regierung dem heimischen Finanzsektor mit weiteren Finanzspritzen unter die Arme greifen müsse. Es bestünden daher deutliche Risiken für die Kreditwürdigkeit des unter einem schwachen Arbeitsmarkt und einem in der Krise steckenden Immobilienmarkt leidende Land.
Japans Notenbank weitet Wertpapierankaufprogramm aus
Im Kampf gegen die Deflation hat die japanische Notenbank einer neuerliche Aufstockung ihres Wertpapierkaufprogramms um netto fünf Billionen Yen beschlossen. Der geldpolitische Rat der Bank of Japan (BoJ) entschied sich einstimmig dafür, das Volumen der Käufe von Staatsanleihen und anderen Papieren auf 70 Billionen Yen zu erhöhen. Der Leitzins wurde unverändert bei 0,0 bis 0,1 Prozent belassen.
Niederländische Regierung sichert sich Mehrheit für Budget
Die amtsführende Regierung der Niederlande hat sich offenbar eine parlamentarische Mehrheit für die Verabschiedung eines Haushalts gesichert. Die Partei der Grünen will die Gesetzesvorlage für das Budget 2013 unterstützen. Damit tragen insgesamt fünf Parteien den Haushalt für das nächste Jahr. Zwei Parteien bilden die Minderheitsregierung von Ministerpräsident Mark Rutte, drei Parteien befinden sich in der Opposition.
Eurex-Konsolidierung hilft Deutscher Börse
Trotz geringerer Handelsaktivitäten an den Finanzmärkten konnte die Deutsche Börse ihre Umsatzerlöse im ersten Quartal nahezu stabil halten. Ermöglicht wurde dies durch die vollständige Übernahme der Eurex. Deutsche Börse gab folgende Zahlen bekannt (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Bilanzierung nach IFRS):
2012 2011 Prognose Umsatzerlöse 552 559 552 Zinsüberschuss 19 16 18 Gesamtkosten 249 214 249 EBIT 260 316 269 Erg nSt u.Dritten 146 213 172 Erg/ Aktie 0,77 1,14 0,94
BASF schneidet im Auftaktquartal besser ab als erwartet
Der Chemiekonzern BASF hat sich im ersten Quartal getrieben vom florierenden Öl- und Gasgeschäft und Pflanzenschutz besser als erwartet geschlagen. Die unsichere Konjunkturlage und hohe Rohstoffkosten lasten aber weiter auf dem Konzern. Die Prognose für 2012 bekräftigten die Ludwigshafener aber.
Lufthansa plant Billig-Airline "Direct 4 you" - Zeitung
Die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa will einem Pressebericht zufolge eine neue Billig-Fluglinie mit dem Namen "Direct 4 you" gründen. Die neue Airline soll bereits im Januar 2013 starten, wie die Bild-Zeitung mit Verweis auf ein ihr bekanntes Lufthansa-Konzept berichtet.
Software AG startet mit Gewinnrückgang ins neue Jahr
Nach einem enttäuschenden Schlussquartal 2011 ist die Software AG auch in das neue Jahr mit einem Rückgang bei Gewinn und Umsatz gestartet. Den zurückhaltenden Ausblick, der für 2012 bei Umsatz und Marge lediglich Stagnation verspricht, hat der Softwarehersteller bestätigt.
S&P senkt Fiats Bonität auf "BB-" von "BB"
Standard & Poor's hat die Bonität des italienischen Autoherstellers Fiat wegen einem schwierigen Geschäft in Europa erneut gesenkt. Mit der Abstufung auf "BB-" von "BB" rangiert das Rating nun 3 Stufen unter Investment-Grade. Der Ausblick ist stabil.
Samsung überholt Nokia als größter Handyhersteller der Welt
Die schlechten Nachrichten für Nokia reißen nicht ab. Der koreanische Elektronikkonzern Samsung hat die Finnen im ersten Quartal vom Thron gestoßen und ist erstmals der größte Handyhersteller der Welt. Zu dem Ergebnis kommt die Resarch-Firma Strategy Analytics.
Vinci gibt sich nach Rekord im Orderbuch zuversichtlicher
Der Baukonzern Vinci hat im ersten Quartal mehr Aufträge hereingeholt. Mit Blick auf den damit aufgestellten Rekord beim Auftragsbestand hat das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Erwartet werde nun eine leichte Steigerung des globalen Umsatzes - bisher war die Gesellschaft nur von einer Stagnation ausgegangen.
=== DJG/ros
(END) Dow Jones Newswires
April 27, 2012 01:49 ET (05:49 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
