Der zweitgrößte deutsche
Stahlhersteller Salzgitter
Bisher führte nur der weltgrößte Erzförderer Vale das neue
Modell ein. Die Initiative dazu sei aber nicht vom brasilianischen
Konzern ausgegangen, sondern von chinesischen Stahlherstellern,
sagte Fuhrmann. Für die Chinesen sei das neue System vorteilhaft, da
diese mit ihren Kunden ohnehin zumeist nur sehr kurze Verträge auf
Spotmarktbasis abschlössen. Vale habe daraufhin seinen übrigen
Kunden freigestellt, welche Variante sie künftig wählen wollten,
sagte Fuhrmann. Neben Salzgitter seien nur einige Japaner und der
südkoreanische Konzern Posco
Den Stahlherstellern würde nach eigenen Befürchtungen mit dem neuen Preisregime eine Kalkulationsbasis verloren gehen. Zwar könnten sie davon profitieren, wenn die Preise im Quartalsverlauf sinken, umgekehrt drohen bei steigenden Preise höhere Belastungen. Im ersten Quartal kam das neue Modell den Wechselwilligen zugute. Der Spotmarktpreis lag durchschnittlich bei 140 Dollar je Tonne Erz, der für Salzgitter gültige Durchschnittspreis lag nach Konzernangaben bei rund 155 Dollar.
Die Stahlbranche klagt seit langem über ungleiche
Kräfteverhältnisse. Die drei führenden Rohstoffkonzerne Vale, BHP
Billiton
ISIN DE0008467416 DE0006202005 US05545E2090 GB0007188757 KR7005490008
AXC0163 2012-04-27/13:00
