Wacker Chemie hat die Produktions-Kapazitäten für polykristallines Reinst-Silizium mit neuen Anlagen im sächsischen Nünchritz um 15.0000 Tonnen pro Jahr erhöht. Im laufenden Jahr kann der Spezialchemiekonzern aus München somit 52.000 Tonnen herstellen. Wenn die derzeit im Bau befindliche Anlage im US-Staat Tennessee die volle Leistung im Jahr 2014 erreicht hat, beträgt die mögliche Jahresmenge 70.000 Tonnen. Die Probleme bislang waren allerdings, dass es auf dem Weltmarkt viel zuviel Polysilizium für die Hauptabnehmer-Branche der Solarindustrie gibt und der Preis deshalb auf ein ruinöses Niveau gesunken ist. Vorstandsvorsitzender Dr. Rudolf Staudigl nahm bei der offiziellen Einweihung in Nünchritz zumindest eine Sorge von den Anlegern: "Die Nachfrage hat sich in den ersten Monaten des laufenden Jahres wieder deutlich belebt. Die Absatzmengen waren im ersten Quartal 2012 um knapp 50 Prozent höher als vor einem Jahr. Aus heutiger Sicht wird die Nachfrage in den kommenden Monaten weiter robust bleiben." Gegenwärtig liefen alle Produktionsanlagen auf Volllast. Ein Pressesprecher nahm all zu euphorischen Anleger wieder etwas Wind aus den Segeln.
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