Die Warnstreiks im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie gehen weiter. Am Montagabend war die Nachtschicht bei Mercedes Benz im südpfälzischen Wörth aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Die Gewerkschaft rechnete mit rund 2.000 Beteiligten an der Protestaktion, wie ein Gewerkschaftssprecher sagte. Schon zuvor hatten sich im IG-Metall-Bezirk Mitte Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt, Aktionen gab es vor allem in Mittelhessen.
Bereits am Morgen hatten einige Dutzende Beschäftigte bei der Buderus Guss GmbH in Breidenbach die Arbeit für zwei Stunden ruhen lassen, wie die Gewerkschaft berichtete. Am Mittag legten demnach 70 Beschäftigte der Mahle Ventiltrieb GmbH in Wölfersheim (Wetteraukreis) ihre Arbeit für drei Stunden nieder. Am Abend sollten noch einmal etwa 50 bis 60 Mitarbeiter hinzukommen. Zu dem IG-Metall-Bezirk zählen die Länder Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen mit rund 400 000 Beschäftigten.
Auch am Feiertag, der ganz im Zeichen der gewerkschaftlichen Mai-Kundgebungen steht, sind laut IG Metall kleinere Aktionen geplant. Richtig losgehen soll es dann am Mittwoch mit Aktionen bei zahlreichen Unternehmen.
Die Gewerkschaft will mit den Aktionen ihren Forderungen für die rund 3,6 Millionen Beschäftigten der Branche Nachdruck verleihen. Die IG Metall verlangt in einem Paket 6,5 Prozent mehr Geld sowie die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten und mehr Mitsprache beim Einsatz von Leiharbeitern. Die Arbeitgeber bieten bislang 3 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 14 Monaten und sprechen vom "oberen Rand des wirtschaftlich begründbaren Rahmens"./kil/ceb/isa/DP/stb
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AXC0201 2012-04-30/17:16


