Essen (ots) - Mit dem Ultimatum an die Arbeitgeber, wonach bis Pfingsten ein Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie stehen muss, hat die IG Metall die Messlatte für die Verhandlungen hoch gelegt. Denn sollte bis dahin eine Lösung nicht gelingen, droht ein Arbeitskampf, von dem weder die eine noch die andere Seite etwas hat. Dabei dürfte gar nicht die Frage nach der Lohnerhöhung der Stolperstein werden. Hier weiß die IG Metall, dass ihre Forderung von 6,5 Prozent, allen satten Gewinnen der Branche zum Trotz, wenig realistisch ist. Vielmehr könnte sich ein Kompromiss nach dem jüngsten Abschluss im öffentlichen Dienst richten: Dort erhalten Beschäftigte bei einer Laufzeit von zwei Jahren jährlich rund drei Prozent mehr. Der große Knackpunkt in der Metall- und Elektrobranche dürfte jedoch die Frage nach der Leiharbeit sein. Die Gewerkschaft fordert eine Mitbestimmung, die Arbeitgeber lehnen dies rundweg ab. Das ist aber ein zentraler Punkt, der die Verhandlungen deutlich erschweren dürfte. Ob da die vier Wochen bis Pfingsten für eine Annäherung zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft reichen, ist fraglich.
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