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Opel-Chef Stracke sieht trotz erneut herben Verlusts Fortschritte

FRANKFURT (Dow Jones)--Opel kommt bei den Bemühungen, wieder profitabel zu werden, offenbar langsam vom Fleck: "Obwohl mich die Geschäftszahlen absolut nicht zufriedenstellen, sehe ich jedoch viele Anzeichen für Fortschritte", schrieb Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke in einem Brief an die Mitarbeiter.

So hätten sich nach einer schwachen Entwicklung in den ersten beiden Monaten des Jahres unter anderem im März die Verkaufsszahlen verbessert. "Gemäß den Zahlen des Verbands der Europäischen Automobilhersteller (ACEA) war Opel im März die drittstärkste Marke in Europa auf dem Sektor der Pkws", schrieb Stracke. "Was die Materialkosten angeht, haben wir unsere Pläne zur Kostenreduzierung in den ersten drei Monaten sogar übertroffen".

Die Opel-Mutter General Motors legte am Mittag ihre Ergebnisse für das Auftaktquartal vor. Zwar übertraf der US-Autokonzern dank des florierenden nordamerikanischen Automarktes die Erwartungen im ersten Quartal klar und häufte einen stattlichen Gewinn an, im Europageschäft mit den Marken Opel und Vauxhall verlor der Konzern operativ aber 256 Millionen US-Dollar. Seit Ende des vergangenen Jahrtausends haben sich in Rüsselsheim mittlerweile Verluste in zweistelliger Milliardenhöhe aufsummiert.

"Vor dem Hintergrund des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds (in Europa) wird unser Verlust niemanden überraschen", schrieb Stracke. "Auch andere Volumenhersteller auf dem Automobilsektor haben in den vergangenen Wochen für das erste Quartal ähnliche Zahlen für ihr Europageschäft vorgelegt". Analysten hätten für Opel sogar deutlich höhere Verluste erwartet.

"Unser Hauptaugenmerk gilt der Profitabilität", ließ Stracke die Mitarbeiter wissen. Naturgemäß brauche es Zeit, um wieder nachhaltig schwarze Zahlen schreiben. Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern über Überkapazitäten und Werksauslastungen laufen laut dem Manager weiter. Seit der als gesättigt geltende europäische Automobilmarkt im Zuge der Schuldenkrise wieder auf Schrumpfkurs ist, geht in Rüsselsheim die Angst vor einer neuen Sparrunde um, inklusive Stellenabbau und Werksschließungen.

-Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires; 
+49 -(0)69 297 25 114; nico.schmidt@dowjones.com 
DJG/ncs/mgo 
 

(END) Dow Jones Newswires

May 03, 2012 10:50 ET (14:50 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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