Frankfurt (Dow Jones)--Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall die Warnstreiks erneut massiv ausgeweitet. Bis zum Mittag demonstrierten nach Gewerkschaftsangaben rund 115.000 Beschäftigte aus 400 Betrieben mit Arbeitsniederlegungen und Kundgebungen für ihre Forderungen. Für den heutigen Nachmittag und Abend sind weitere Warnstreikaktionen geplant. Der Schwerpunkt der Warnstreiks lag in Bayern, wo 46.000 Beschäftigte partiell in den Ausstand traten. Betroffen waren unter anderem BMW, MAN, Bosch und Siemens. Auch in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen nahmen Tausende Arbeitnehmer an den Warnstreiks teil.
Die Arbeitgeber wiesen die Forderungen der Gewerkschaft erneut zurück. "Man kann natürlich den Stab so hoch legen, dass die Wirtschaft das nicht überspringen kann, das ist hier der Fall", sagte Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser dem RBB-Inforadio. Die bislang angebotene Erhöhung der Löhne um 3 Prozent entspreche dem Verteilungsspielraum der Unternehmen.
Die IG Metall fordert für die bundesweit rund 3,6 Millionen Beschäftigten der deutschen Metall- und Elektroindustrie 6,5 Prozent mehr Lohn, die unbefristete Übernahme von Ausgebildeten und mehr Mitsprache beim Einsatz von Leiharbeitern. Die Arbeitgeber bieten ein Lohnplus von 3,0 Prozent für eine Laufzeit von 14 Monaten. Sie lehnen die übrigen Forderungen ab.
DJG/DJN/chg/
(END) Dow Jones Newswires
May 03, 2012 10:57 ET (14:57 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.