Das Wachstum schwächelt, das Geschäftsmodell ist unklar – trotzdem will Facebook beim Börsengang bis zu 12 Milliarden Dollar erzielen. Warum Aktionäre zugreifen sollen, erklärt Gründer Mark Zuckerberg in einem Werbevideo.
T-Shirt, Jeans, sanfte Stimme und ein ewig staunender Gesichtsausdruck – so zeigt sich Mark Zuckerberg am liebsten in der Öffentlichkeit. Es kommt auch gleich viel glaubwürdiger rüber, wenn der 27-jähige Facebook-Gründer in diesem Aufzug über die Welt, das Internet sich selbst und sein soziales Netzwerk plaudert.
"Die Menschen", sagt also ein von sanften Klavierklängen begleiteter, gut ausgeleuchteter Zuckerberg in die Kamera, die Menschen seien es, die dem Internet gefehlt hätten. Mit Facebook habe sich das geändert. Das Netzwerk bringe die Leute weltweit zusammen, schwärmt Zuckerberg. Gleichzeitig sei es natürlich auch ein prima Unternehmen, in das es sich lohne, viel Geld zu investieren.
Das professionell produzierte, aktuelle Video, ist der Start für die heiße Phase vor dem Börsengang an der Technologiebörse Nasdaq, der für den 18. Mai geplant ist. Ab Montag will Zuckerberg auf die sogenannte "Roadshow" durch große US-Städte gehen und für die Facebook-Aktie werben. Danach wird sich zeigen, wie gefragt die Anteilsscheine wirklich sind, und Facebook kann einen endgültigen Ausgabekurs festlegen.
Die Zahlen aus dem aktualisierten Börsenprospekt, die am Abend bekannt wurden, klingen spektakulär: Zwischen 28 und 35 Dollar soll ein Anteilsschein kosten, was eine Gesamtsumme von bis zu 11,8 Milliarden Dollar ausmachen könnte – mehr als das Doppelte der anfangs angepeilten 5 Milliarden. Facebook könnte dadurch ...
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