Er gilt als Selbstdarsteller, Querschläger und Mann der deutlichen Worte. Trotzdem - oder gerade deshalb - soll Wolfgang Kubicki die FDP in Schleswig-Holstein in den Landtag führen. Ob ihm das gelingt, ist ungewiss.
In der kriselnden FDP gehört Wolfgang Kubicki sicher zu den profiliertesten Köpfen. Der 60-jährige Spitzenkandidat der schleswig-holsteinischen Liberalen ist bekannt, auch bundesweit. Der stets akurat gekleidete Anwalt mit dem silbrig-weißen Haar, dem scharfen Intellekt und dem Hang zu deutlichen Worten liebt die Konfrontation. Mit dem politischen Gegner, auch mit der eigenen Parteispitze. Im nördlichsten Bundesland fällt dem erfahrenen Politiker nun die Aufgabe zu, eine der "Schicksalswahlen" der FDP in diesem Jahr zu meistern. Die andere ist die Landtagwahl in Nordrhein-Westfalen.
Kubicki selbst will dem Urnengang im hohen Norden keine besondere Bedeutung für die Bundespartei und deren Vorsitzenden Philipp Rösler beimessen. Die Wahl in Schleswig-Holstein am 6. Mai entscheide "ausschließlich über das Schicksal der Menschen in meinem Bundesland", sagte der intern als Quertreiber gefürchtete FDP-Fraktionschef im Kieler Landtag jüngst beim Karlsruher Bundesparteitag der Liberalen. Auf Kritik an Rösler verzichtete Kubicki, obwohl er ihn zuvor noch heftig attackiert hatte. ...
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