Neuer Ärger für Nokia
Kläger Robert Chmielinksi hatte Ende vergangenen Jahres Nokia-Aktien gekauft - nach eigenen Angaben in der Hoffnung, dass dem einstigen Weltmarktführer mit neuen Windows-Smartphones die Wende gelingt. Doch es kam anders: Nokia fuhr zu Jahresbeginn einen Verlust von 929 Millionen Euro ein. Der Start des Hoffnungs-Handys Lumia 900 wurde von einer Software-Panne überschattet.
Chmielinksi wirft dem Nokia-Management um Konzernchef Stephen Elop vor, die Lage schöngeredet zu haben. In der Klage ist von Betrug die Rede. Die Klage sei am Donnerstag vor dem Bezirksgericht von Manhattan eingereicht worden, teilten die Anwälte mit. Das ist möglich, weil Nokia auch an der Wall Street gehandelt wird über sogenannte American Depositary Shares (ADS), die sich im Grunde wie Aktien kaufen und verkaufen lassen. Die Kanzlei sucht nun weitere Nokia-Anteilseigner, die sich hintergangen fühlen.
Eine derartige Sammelklage ist gefürchtet, weil die Schadenssummen in die Höhe schießen. In der vorliegenden Klage wird keine Summe genannt. Das Gericht muss eine Sammelklage allerdings anerkennen. Solche Verfahren können sich über Jahre hinziehen und enden nicht selten in Vergleichen./das/DP/edh
ISIN FI0009000681
AXC0250 2012-05-04/17:51
