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Ausbruch gescheitert oder verschoben?

von Stockstreet-Team

Die Pattsituation vor den US-Arbeitsmarktdaten, die wir gestern festgestellt haben, hat sich nach den heutigen offiziellen Zahlen zum Arbeitsmarkt in einen Sieg für die Bären aufgelöst.

Für die Anleger eindeutig zu wenig

Zwar ist die Arbeitslosenquote im April von 8,2 auf 8,1 Prozent gesunken und die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft in den USA um 115.000 gestiegen, doch wurden damit die Erwartungen schwer enttäuscht. Diese lagen bei einem Anstieg von 140.000 bis 162.000.

Reaktion fällt eindeutig aus

Die Reaktion der Märkte fiel eindeutig aus. Mit Veröffentlichung der Zahlen (rote Elipse) zuckten die Indizes wild in beide Richtungen, entschieden sich dann jedoch für den Rückzug.

Damit kann die Frage vom Mittwoch, ob der Dow Jones den Ausbruch schafft, klar mit Nein beantwortet werden. Denn der Dow Jones gab den gesamten bisherigen Handelsverlauf kontinuierlich ab.

Für viele dürfte es sowieso sehr überraschend gewesen sein, dass sich der Dow Jones angesichts der immer länger werdenden Reihe enttäuschender US-Daten auf ein Vier-Jahres-Hoch hieven konnte. Doch irgendwann mussten die Kurse der fundamentalen Entwicklung Rechnung tragen.

Ausbruch gescheitert oder verschoben?

Fraglich ist jetzt natürlich, ob es sich nun um eine Trendwende oder nur um ein Luftholen für einen weiteren Ausbruchsversuch handelt. Mit Blick auf den folgenden Chart, müssen wir diese Frage zunächst unbeantwortet lassen. Denn solange sich der Dow Jones in seiner Seitwärtsbewegung befindet, können beide Szenarien noch eintreten. Allerdings gewinnt die Variante des bearishen Fehlausbruchs damit an Bedeutung.

Aber selbst wenn der Index nun wieder aus dem schraffierten Bereich herausfällt, wäre dies noch kein endgültiges Urteil. Denn dies war bereits in der Vergangenheit nicht zwingend gleichzusetzen mit einer Trendwende. Als der Dow Jones im April aus seiner Seitwärtsrange herausfiel, wurden die Kursverluste schnell wieder aufgeholt.

Gefahr eines Doppeltopps

Richtig ernst wird die Lage also erst, wenn der Kurs unter das Tief vom 10. April fällt. Denn dann würde sich eine Art Doppeltopp ausbilden - diese könnte die Trendwende einleiten, die dann letztlich nur der Trendwende in den US-Konjunkturdaten folgt.

Beim Blick auf diesen Chart zeigt sich zum einen, wie hoch der Dow Jones eigentlich trotz der Kursverluste noch steht, zum anderen allerdings auch, welches Abwärtspotential eine Trendwende auslösen könnte. Es bleibt wie immer spannend.

Ihr

Stockstreet-Team

© 2012 Börse-Intern
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