Für die Aktionäre von Starinvestor Warren Buffett gibt es auf der Hauptversammlung an diesem Wochenende etwas zu feiern: Die Investmentholding des Finanzgenies hat ihren Gewinn zu Jahresbeginn mehr als verdoppelt. Sowohl die eigenen Tochterfirmen von einer Fast-Food-Kette über eine Chemiefirma bis hin zu einer Frachteisenbahn warfen mehr Geld ab, als auch Buffetts legendäre Finanzspekulationen.
Insgesamt kam die Holding Berkshire Hathaway
An diesem Samstag (5. Mai) treffen sich die Anteilseigner in Buffetts Heimatstadt Omaha im US-Bundesstaat Nebraska. Wie jedes Jahr dürfte die Hauptversammlung eher einem Jahrmarkt gleichen, auf dem sich die Firmen des Buffett-Imperiums vorstellen, und auf dem die Anteilseigner ihre Ikone Warren Buffett feiern. Sie nennen ihn wegen seines fast untrüglichen Riechers fürs Geldverdienen auch "Das Orakel von Omaha".
Auch wenn die Geschäfte florieren, könnte die Stimmung in diesem Jahr eingetrübt sein. Denn der 81-jährige Buffett hatte vor drei Wochen öffentlich gemacht, dass er Prostatakrebs hat, wenn auch in einem sehr frühen Stadium. Buffett versicherte zwar, er habe keine Beschwerden: "Ich fühle mich großartig, als ob ich gesund wäre." Doch sogleich kochte die Diskussion um Buffetts Nachfolge wieder hoch. Es gibt einen Kandidaten, der Name ist aber geheim.
Vieles deutet darauf hin, dass der fürs Rückversicherungsgeschäft von Berkshire Hathaway zuständige Ajit Jain der neue Chef von Berkshire Hathaway wird. Allerdings wird der neue Berkshire-Chef die Macht teilen müssen: So hat Buffett im vergangenen Jahr die beiden Investmentexperten Todd Combs und Ted Weschler eingestellt, um ihm bei seinen Finanzmarktgeschäften unter die Arme zu greifen.
Buffett steht seit einem halben Jahrhundert an der Spitze von
Berkshire Hathaway und hat aus dem unbedeutenden Textilhersteller
eines der wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht. Zu dem Imperium
gehören neben den rund 80 eigenen Tochterfirmen auch große
Aktienpakete an Konzernen wie Coca-Cola
Nach der Bekanntgabe der Geschäftszahlen fiel die B-Aktie von Berkshire Hathaway nachbörslich leicht auf 80,60 Dollar. Denn Analysten hatten mit einem noch höheren Gewinn gerechnet. Die mit deutlich mehr Stimmrechten ausgestattete A-Aktie rührte sich nach Börsenschluss nicht mehr. Mit 121 950 Dollar pro Stück ist es teuerste Aktie der Welt./das/DP/zb
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AXC0008 2012-05-05/11:50


