Wenige Wochen vor dem Anpfiff der Fußball-EM belastet der Fall Timoschenko auch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine. Bundesinnenminister Friedrich bleibt aber gelassen.
Die Bundesregierung will ihre politische Forderungen gegen die Ukraine nicht auf die Lösung des Falles der Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko beschränken. "Uns geht es um eine Normalisierung des Umgangs mit der Opposition in der Ukraine insgesamt", sagte Innenminister Hans-Peter Friedrich, der zugleich Boykott-Drohungen gegen die Fußball-Europameisterschaft in dem Land lobte. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, lehnten dagegen einen solchen Schritt entschieden ab. Unionsfraktionschef Volker Kauder befürwortet Besuche hochrangiger Politiker in der Ukraine nur dann, wenn es die Möglichkeit gebe, mit Timoschenko zu sprechen.
Der Bundesinnenminister reagierte gelassen auf die Drohung aus der Ukraine, dass ein politischer Boykott der Fußball-EM wirtschaftliche Folgen für Deutschland haben könnte. "Das ist innenpolitisches Wortgeklingel, das sollte man nicht überbewerten", sagte Friedrich der "Bild am Sonntag" laut Vorabbericht. Ob er selbst in seiner Funktion als Sportminister Spiele der Fußball-EM in dem Land besuchen werde, ließ der CSU-Politiker weiter offen: "Über die Teilnahme von Regierungsmitgliedern an den EM-Spielen in der Ukraine werden wir in den kommenden Wochen im Lichte ...
Den vollständigen Artikel lesen ...