Vechta (ots) - Drei Wahlen, drei Anmerkungen: Die Schleswig-Holstein-Wahl hat den Trend bestätigt, dass sich das Parteiensystem weiter auffächert. Indem die Piraten den Verdruss am Politikbetrieb bündeln, wird die Konkurrenz links der Mitte härter. Rot-Grün und Gelb-Schwarz sind keine Machtoptionen mehr. Auf Landesebene sind Ampeln im Trend, bei der nächsten Bundestagswahl hat Angela Merkel nur noch eine Option: die Große Koalition.
Die wäre 2014 aus europäischer Perspektive nicht das schlechteste Ergebnis. Eine große Koalition garantiert die politische und wirtschaftliche Stabilität Deutschlands - und damit die Stabilität Europas. Das im Zentralismus erstarrte Frankreich wird in den nächsten Jahren keine große Hilfe sein. Dort regiert mit François Hollande nun wieder ein Sozialist, der vollmundig Konjunkturprogramme versprochen hat. Die müsste er mit Schulden finanzieren. Das kann sich die Grande Nation längst nicht mehr leisten. Egal, was Hollande vor der Wahl erzählt hat; danach muss er überfällige Reformen im Wirtschafts- und Sozialsystem angehen. Ansonsten wird Frankreich zum Spekulationsobjekt der Finanzmärkte - wie Griechenland.
Dort haben die Menschen gestern die Regierungsparteien abgestraft, was allzu menschlich ist. Dennoch wird das Land - unter großen Schmerzen - den von Brüssel erzwungenen Reformprozess fortsetzen. Die Griechen haben keine Wahl. An einem solchen Dreifach-Wahlsonntag wird klar: Kurs halten wird schwieriger, in Deutschland, in Europa.
Originaltext: Oldenburgische Volkszeitung Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/100185 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_100185.rss2
Pressekontakt: Oldenburgische Volkszeitung Andreas Kathe Telefon: 04441/9560-342 a.kathe@ov-online.de
Die wäre 2014 aus europäischer Perspektive nicht das schlechteste Ergebnis. Eine große Koalition garantiert die politische und wirtschaftliche Stabilität Deutschlands - und damit die Stabilität Europas. Das im Zentralismus erstarrte Frankreich wird in den nächsten Jahren keine große Hilfe sein. Dort regiert mit François Hollande nun wieder ein Sozialist, der vollmundig Konjunkturprogramme versprochen hat. Die müsste er mit Schulden finanzieren. Das kann sich die Grande Nation längst nicht mehr leisten. Egal, was Hollande vor der Wahl erzählt hat; danach muss er überfällige Reformen im Wirtschafts- und Sozialsystem angehen. Ansonsten wird Frankreich zum Spekulationsobjekt der Finanzmärkte - wie Griechenland.
Dort haben die Menschen gestern die Regierungsparteien abgestraft, was allzu menschlich ist. Dennoch wird das Land - unter großen Schmerzen - den von Brüssel erzwungenen Reformprozess fortsetzen. Die Griechen haben keine Wahl. An einem solchen Dreifach-Wahlsonntag wird klar: Kurs halten wird schwieriger, in Deutschland, in Europa.
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