Die WestLB ist auf der Suche nach
Großaufträgen für ihre Nachfolgerin. Die vor der Zerschlagung
stehende Landesbank bewerbe sich zusammen mit Hewlett-Packard
Die WestLB verschwindet zum 30. Juni vom Bankenmarkt. Der Großteil der Aktivitäten wird in die "Bad Bank" überführt, die bereits einen Berg an WestLB-Papieren abwickelt. Ausnahme ist das WestLB-Geschäft mit den mehr als 100 Sparkassen Nordrhein-Westfalens, das die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) übernimmt. Die restliche WestLB will Bankchef Dietrich Voigtländer unter dem neuen Namen "Portigon" als international tätige Servicegesellschaft positionieren. Dabei geht es um eine Bestandsverwaltung bei Wertpapieren und Krediten.
Der erste Großkunde für "Portigon" steht mit der "Bad Bank" für WestLB-Papiere bereits fest, deren Name "Erste Abwicklungsanstalt" lautet. Die "Bad Bank" für die aus der Hypo Real Estate ausgelagerten Papiere, die FMS Wertmanagement, wäre bei erfolgreicher Auftragsbewerbung ein weiterer Großkunde.
Die WestLB-Zerschlagung ist aber trotz der Pläne für "Portigon" mit einem starken Stellenabbau verbunden. Innerhalb von fünf Jahren soll nach bisherigen Angaben die Zahl der Vollzeitarbeitsplätze von knapp 4200 auf etwa 1000 reduziert werden. Laut dem Stufenplan des Bankvorstandes soll die Zahl der Vollzeitstellen in diesem Jahr um 1500 auf gut 2700 sinken. In dem Abbau sind etwa 400 Arbeitsplätze enthalten, die mit dem WestLB-Sparkassengeschäft zur Helaba gehen./vd/DP/enl
ISIN US4282361033
AXC0194 2012-05-07/14:23
