Hamburg, 07.05.2012. Gute Performance im aktuellen Marktumfeld - Auf die Managerauswahl kommt es an
Das unabhängige Hamburger Analyse- und Beratungsunternehmen Absolut Research GmbH hat sich in einer umfangreichen Analyse dem Thema Risk Parity und Risk Parity Fonds gewidmet. Sämtliche Fonds erzielten in den vergangen 2 Jahren (Stand März 2012) eine positive Rendite. Dabei schnitten sie auch risikoadjustiert besser ab als traditionelle Aktien oder Anleiheninvestments. Während der EuroStoxx 50 Index in dem Zeitraum rund 1,3% pro Jahr verlor lag die Rendite der Fonds zwischen 4% und 16% pro Jahr.
"Das gute Abschneiden dieser Strategie in dem turbulenten Marktumfeld macht Risk Parity für Investoren besonders interessant. Die geringe Sensitivität gegenüber traditionellen Anlagen unterstreicht das Diversifikationspotential von Risk Parity, allerdings ist eine eingehende Analyse der unterschiedlichen Manager nötig, um die für den Anleger optimale Lösung zu finden", sagt Michael Busack, geschäftsführender Gesellschafter von Absolut Research.
Anleger sind seit der Finanzkrise auf der Suche nach neuen Konzepten für die Asset Allocation. Dabei ist in jüngerer Zeit der Ansatz der Risiko-Gleichgewichtung in den Fokus der Anleger gerückt. Ausschlaggebend dafür war auch das gute Abschneiden derartiger Strategien in der Finanzkrise, besonders im Vergleich zu traditionellen Mischportfolios. Risk Parity Ansätze fallen in das Segment der risikobasierten Asset Allocation. Es geht dabei um die Diversifikation von Risiken über mehrere Anlageklassen im Gegensatz zur reinen Aufteilung des Kapitals. Risk-Parity-Ansätze können sowohl in einer einzigen Anlageklasse als auch in einem Multi-Asset und Multi-Manager-Portfolio umgesetzt werden.
Die vorliegende Analyse gibt erstmals einen Überblick über das Thema Risk Parity und zeigt exemplarisch die Performance anhand von Indizes und konkreten Produkten auf.
Das klassische Beispiel, um die geringe Diversifikation traditioneller Allokationsansätze in Punkto Risiko zu zeigen, ist der Unterschied zwischen Kapitalallokation und Risikobeitrag eines gemischten Portfolios aus 60% Aktien und 40% Anleihen. Bei dieser Portfoliostruktur stammen etwa 90% des Risikobeitrags des Gesamtportfolios aus dem Aktienrisiko, gemessen an der Volatilität der Erträge. Die asymmetrische Risikoverteilung wird hieraus sofort ersichtlich. Die Übergewichtung schwankungsärmerer Anlageklassen und Strategien führt langfristig zu einem geglätteten Renditeverlauf und somit zu einer besseren Erreichbarkeit der Anlageziele.
Mittlerweile gibt es etwa 30 Fonds, die auf der einen oder anderen Stufe im Anlageprozess das Konzept der Risikoparität einsetzten. Die Fonds unterscheiden sich u.a. anhand der verwendeten Anlageklassen, der Konstruktionsmethoden, der Strategie (Long-Only vs. Long/Short), der Verwendung von Leverage und dem Grad taktischer Abweichungen. Dennoch wollen alle ein besseres Risikoprofil generieren als es bei einer traditionellen Allokation entstünde. Im Folgenden werden diversifizierte Mischfonds mit Risikoparitätsansatz betrachtet.
Ein Kritikpunkt von (Multi-Asset) Risikoparitätsansätzen ist jedoch die hohe Allokation in Anleihen, als wenig volatilem Asset. Das momentane Niedrigzinsumfeld wird möglicherweise nicht dauerhaft vorherrschen. Sofern die Zinsen schnell ansteigen, kann es zu einer deutlichen Underperformance kommen, da die Kurse des gehebelten Anleihe-Bestandes sinken. Die historischen Back-Tests diverser Risk-Parity-Ansätze fallen jedoch in ein Umfeld sinkender Zinsen, respektive steigender Anleihenkurse. Da die Zinsen in den entwickelten Märkten kaum weiter sinken können, entfällt ein historisch bedeutender Renditetreiber. Daher könnten Emerging Markets ein möglicher Ansatzpunkt einer Risk-Parity-Strategie sein, da hier Kurspotential durch Konvergenzprozesse freigesetzt werden können. Alternativ sollte die Strategie des Fonds in der Lage sein, kurzfristige Zinsen ebenfalls zu hebeln, so dass die Verluste aus den Anleihen in Teilen aufgefangen werden können.
Die Faszination eines Risk-Parity-Ansatzes liegt in der Tatsache, dass es intuitiv erscheint Risiken zu diversifizieren, was im Rahmen dieses Ansatzes durch die Gleichgewichtung geschieht. Auch die Vernachlässigung von unsicheren Renditeschätzungen ist ein Punkt, der Risk Parity attraktiv macht, da nur die mit geringeren Fehler behafteten Risiken geschätzt werden müssen. Die hohe Konzentration in Anleihen und die mögliche Verwendung von Leverage machen diesen Ansatz jedoch nicht zu einem Free Lunch.
Die vollständige Studie können Sie unter info@absolut-research.de anfordern. Quelle: Dies ist eine Information der Absolut Research GmbH - http://www.absolut-research.de - Für den Inhalt ist Absolut Research verantwortlich. Absolut Research ist ein Beratungsunternehmen für institutionelle Investoren mit Fokus auf innovative Kapitalanlagekonzepte und Herausgeber des Absolut|report http://www.absolut-report.de.
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May 07, 2012 08:38 ET (12:38 GMT)