Die Generalsprobe ist vergeigt – und das gleich im doppelten Sinne. Sowohl die SPD als auch die CDU in Nordrhein-Westfalen können dem Wahlergebnis aus Schleswig-Holstein wenig Positives abgewinnen. Die Nervosität steigt.
Es gibt zwei Wörter, die Michael Groschek an diesem Montag nicht über die Lippen kommen. Das eine heißt "Ampel" und das andere "Große". Auch auf hartnäckige Nachfragen der Journalisten weigert sich der Generalsekretär der NRW-SPD, über diese beiden Koalitionsoptionen auch nur einen Halbsatz zu verlieren. "Wir kämpfen für Rot-grün, alles andere ist Kaffeesatzleserei", sagt der oberste Wahlkampforganisator von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.
Das Problem ist, dass die NRW-SPD den Kaffeesatz schon eher vorgesetzt bekommen könnte, als ihr lieb ist. Die Wahl in Schleswig-Holstein am Sonntag hat einmal mehr gezeigt, dass es seit dem Siegeszug der Piratenpartei für rot-grüne Bündnisse eng wird. Zwar reicht es nach jüngsten Umfragen in Nordrhein-Westfalen noch hauchdünn für eine rot-grüne Mehrheit, doch wenn sich bei der Wahl am Sonntag nur ...
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