Der deutsche Aktienmarkt hat sich am
letzten Handelstag der Woche freundlich präsentiert. Schwache
Wirtschaftsdaten aus China schürten teils neue Hoffnungen auf
politische Wachstumsimpulse und Italien konnte trotz der Abstufung
durch Moody's erfolgreich am Markt neue Anleihen platzieren. Für den
Dax
Die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft China ist nach Regierungszahlen im zweiten Quartal nur noch mit einer Jahresrate von 7,6 Prozent gewachsen - der niedrigste Wert seit drei Jahren. Da die Abschwächung aber erwartet worden sei und zudem die Hoffnung auf fiskalische Impulse seitens der Regierung schüre, würden die Daten von zahlreichen Akteuren durchaus positiv bewertet. Wie die NordLB in einem aktuellen Kommentar schreibt, scheint die Talsohle der weichen Landung endlich erreicht. Die Meldung habe nicht zu einer Schockreaktion an den Finanz- und Rohstoffmärkten geführt. Stattdessen könne "schon fast von einer moderaten Erleichterung gesprochen werden." Die Marktteilnehmer haben sich scheinbar bereits auf eine deutlich stärkere Abschwächung der Wirtschaftsdynamik im Reich der Mitte eingestellt.
In Italien hieß es "Aufatmen": Trotz der abermaligen Bonitätsabstufung muss das hochverschuldete Euroland privaten Investoren keine höheren Zinsen für frisches Kapital zahlen. Bei einer Versteigerung dreijähriger Staatsanleihen sank die zu zahlende Rendite. Zudem gelang es Italien, wie geplant 3,5 Milliarden Euro am Markt aufzunehmen. Dennoch liegen die Zinsen, die das Land für frisches Kapital bieten muss, nach wie vor sehr hoch.
VW SCHWACH NACH AUSSAGEN ZUM ZWEITEN HALBJAHR
Auf Unternehmensseite stachen zuletzt die Papiere von VW hervor,
die nach Aussagen von Konzernvertriebsvorstand Christian Klingler zu
den größten Verlierern im Dax zählten. Der Manager sieht in der
erfreulichen Entwicklung in den ersten sechs Monaten keinen Anlass
zur Euphorie. Der Autobauer hatte zuvor Auslieferungszahlen für das
erste Halbjahr veröffentlicht. Das wirtschaftliche Umfeld vor allem
in Westeuropa bleibe angespannt und schwierig, so dass das zweite
Halbjahr insgesamt herausfordernder werde. Im im Minus notierten
sonst nur die Aktien der Deutschen Bank und der Munich Re
Bei der Deutschen Telekom sorgte eine Hochstufung durch die
Credit Suisse
---Von Henrietta Rumberger, dpa-AFX---
ISIN DE0008469008 DE0007203275 DE0008467416
AXC0090 2012-07-13/11:59
