Die US-Aktienmärkte haben am Montag knapp
zwei Stunden vor Börsenschluss leichte Gewinne verzeichnet. Zuvor
hatten die wichtigsten Indizes marginal zwischen Minus und Plus
pendelt. Der Dow Jones Industrial lag zuletzt 0,01 Prozent
höher bei 13.039,71 Punkten. Der S&P-500-Index stieg um
0,27 Prozent auf 1.372,82 Punkte. Der Nasdaq-Composite-Index
kletterte um 0,39 Prozent auf 2.967,77 Punkte und der
Auswahlindex NASDAQ 100 gewann 0,43 Prozent
auf 2.649,14 Punkte.
Die Wahlergebnisse aus Griechenland und Frankreich hätten erneut
Sorgen über die europäische Schuldenkrise aufkommen lassen, hieß es
im Markt. Er gehe jedoch davon aus, dass die europäischen
Regierungen keine Dummheiten anstellen werden, sagte
Vermögensverwalter Paul Zemsky von ING Investment Management.
Bei den griechischen Parlamentswahlen hatten die beiden großen
Parteien, die den von der EU geforderten Sparkurs mittragen, ihre
Regierungsmehrheit verloren. Zudem war in Frankreich der Sozialist
Francois Hollande, der sich im Wahlkampf gegen den strikten Sparkurs
Deutschlands gestellt hatte, wie erwartet zum neuen
Staatspräsidenten gewählt worden.
Gefragt waren vor allem Bank-Aktien, nachdem Star-Investor
Warren Buffett gesagt hatte, den US-Banken komme die Liquidität
bereits aus den Ohren heraus. Buffet attestierte den
US-Finanzinstituten eine bessere Verfassung als ihren europäischen
Wettbewerbern. An der Dow-Spitze standen Bank of America mit einem Gewinn von fast drei Prozent. Citigroup verteuerten sich um 0,95 Prozent und JPMorgan kletterten
um 0,60 Prozent nach oben.
Walt Disney stiegen um knapp zwei Prozent, nachdem
bekannt geworden war, dass der Kinofilm "Marvel's The Avengers" am
Startwochenende rekordverdächtige 200,3 Millionen US-Dollar
eingespielt hatte. An unteren Ende des Dow standen Hewlett-Packard
mit minus 0,95 Prozent.
Die Aktien von American International Group (AIG) büßten rund drei Prozent an Wert ein. Auslöser dafür war
die Nachricht, dass der US-Staat sich von weiteren Anteilen an dem
in der Finanzkrise vor der Pleite geretteten US-Versicherer trennt.
Insgesamt sollen 164 Millionen Aktien für insgesamt fünf Milliarden
Dollar platziert werden.
Aktien von Yahoo legten um mehr als zwei
Prozent zu. Der Großaktionär, der den falschen Uni-Abschluss bei
Unternehmenschef Scott Thompson entdeckt hat, greift das Management
des Internetkonzerns weiter scharf an. Der Fondsmanager Dan Loeb
verlangte am Montag einen umfassenden Einblick in die Aufzeichnungen
der Firma. Loeb will wissen, wie und warum Thompson Chef wurde.
Zudem zweifelte der Investor auch die Qualifikationen von mehreren
anderen Yahoo-Verwaltungsräten an.
Die Papiere von Vertex Pharmaceutical profitierten
von einer aussichtsreichen klinischen Studie zu einer
Wirkstoffkombination zur Verbesserung der Lungenfunktion und lagen
mit einem Plus von rund 50 Prozent an der Nasdaq-Spitze./edh/he
ISIN US2605661048 XC0009694271 US6311011026 US78378X1072
AXC0313 2012-05-07/20:20