Die US-Aktienmärkte haben nach der
verlustträchtigen Vorwoche am Montag kaum verändert geschlossen. Die
wichtigsten Indizes hatten sich im Verlauf nur wenig bewegt, wobei
Standardwerte mehrheitlich etwas leichter notierten, während Aktien
aus der zweiten Reihe überwiegend leicht zulegen konnten. Der Dow
Jones Industrial endete 0,23 Prozent tiefer bei 13.008,53
Punkten. Der S&P-500-Index stieg um 0,04 Prozent auf
1.369,58 Punkte. Der Nasdaq-Composite-Index kletterte um
0,05 Prozent auf 2.957,76 Punkte nach oben und der Auswahlindex
NASDAQ 100 gewann ebenfalls 0,05 Prozent auf
2.639,28 Punkte.
Zu Handelsbeginn hatte der Ausgang der Wahlen in Griechenland
und Frankreich etwas belastet. Vor allem das Wahlergebnis in
Griechenland habe die Sorgen über die europäische Schuldenkrise
wieder aufgewärmt, hieß es im Markt. Diese negativen Impulse seien
im Verlauf aber von anziehenden Bank-Aktien kompensiert worden. Bei
den griechischen Parlamentswahlen hatten die beiden großen Parteien,
die den von der EU geforderten Sparkurs mittragen, ihre
Regierungsmehrheit verloren. Zudem war in Frankreich der Sozialist
Francois Hollande, der sich im Wahlkampf gegen den strikten Sparkurs
Deutschlands gestellt hatte, wie erwartet zum neuen
Staatspräsidenten gewählt worden.
BANKT-TITEL ATTRAKTIV
Gefragt waren vor allem Bank-Aktien, nachdem Star-Investor
Warren Buffett gesagt hatte, den US-Banken komme die Liquidität
bereits aus den Ohren heraus. Buffet attestierte den
US-Finanzinstituten eine bessere Verfassung als ihren europäischen
Wettbewerbern. An der Dow-Spitze standen Bank of America mit einem Gewinn von 2,84 Prozent. Citigroup verteuerten
sich um 0,22 Prozent, nachdem sie im Verlauf um mehr als ein Prozent
zugelegt hatten. Goldman Sachs kletterten um 0,96 Prozent
nach oben.
Walt Disney stiegen um gut zwei Prozent, nachdem
bekannt geworden war, dass der Kinofilm "Marvel's The Avengers" am
Startwochenende rekordverdächtige 207,4 Millionen US-Dollar
eingespielt hatte. An unteren Ende des Dow standen Hewlett-Packard
mit minus 1,65 Prozent.
AIG VON SINKENDER STAATSBETEILIGUNG BELASTET
Die Aktien von American International Group (AIG) büßten gut drei Prozent an Wert ein. Auslöser dafür war
die Nachricht, dass der US-Staat sich von weiteren Anteilen an dem
in der Finanzkrise vor der Pleite geretteten US-Versicherer trennt.
Insgesamt sollen 164 Millionen Aktien für insgesamt fünf Milliarden
Dollar platziert werden.
Aktien von Yahoo legten um 1,3 Prozent zu.
Der Großaktionär, der den falschen Uni-Abschluss bei
Unternehmenschef Scott Thompson entdeckt hat, greift das Management
des Internetkonzerns weiter scharf an. Der Fondsmanager Dan Loeb
verlangte am Montag einen umfassenden Einblick in die Aufzeichnungen
der Firma. Loeb will wissen, wie und warum Thompson Chef wurde.
Zudem zweifelte der Investor auch die Qualifikationen von mehreren
anderen Yahoo-Verwaltungsräten an.
Tagesgewinner im Nasdaq waren Vertex Pharmaceutical ,
die von einer positiven klinischen Studie über eine
Wirkstoffkombination zur Verbesserung der Lungenfunktion
profitierten und um mehr als 55 Prozent nach oben schossen./edh/he
ISIN US2605661048 XC0009694271 US6311011026 US78378X1072
AXC0329 2012-05-07/22:23