40 Jahre nach dem Report "Die Grenzen des Wachstums" gibt der Club of Rome einen neuen Ausblick. Der Wissenschaftler und Politiker Ernst Ulrich von Weizsäcker (72) über die seither erzielten Erfolge.
Was hat das Buch "Die Grenzen des Wachstums" für die Umwelt bewirkt?
Von Weizsäcker: Die Europäer haben daraus insbesondere im Zusammenhang mit der Ölkrise ziemlich genau das Richtige gelernt. Dass man anfangen muss, sich für Solarenergie zu interessieren, und dass man energieeffizient leben muss - in England nannte man Effizienz die fünfte Brennstoffquelle. Die Entwicklungsländer haben zunächst negativ reagiert und die US-Amerikaner auch. In den USA wurde Club of Rome später mit europäischen Pessimismus gleichgesetzt.
Wo sehen Sie seit 1972 die größten Fortschritte im Umweltbereich?
Damals galt noch, was in den "Grenzen des Wachstums" stand: Umweltverschmutzung wächst proportional mit dem Wirtschaftswachstum. Die Idee, dass man das voneinander abkoppeln kann, war in den Formeln des Werkes noch nicht vorgesehen. Durch die rot-gelbe Bundesregierung (sozial-liberale Koalition) kam dann die Umweltpolitik auf, und nach etwa 30 Jahren Umweltpolitik war die Abkopplung geschafft. Aber nun brauchen wir noch eine Abkopplung des Wirtschaftswachstums vom ...
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