Von Madeleine Nissen
Die Hannover Rück rechnet mit Preissteigerungen. Diese sind wegen der wegbrechenden Einnahmen aus Investmentanlagen für die Branche enorm wichtig. "Zu der positiven Entwicklung in den globalen Katastrophen-Sparten sehen wir nun auch in den USA erste positive Zeichen für ein insgesamt verbessertes Umfeld in den Haftpflichtsparten", erklärte Vorstandsvorsitzender Ulrich Wallin. "Wir sind zuversichtlich, dass sich dieser Trend auch in der Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2013 fortsetzt." Aufgrund der insgesamt guten Entwicklung in der Schaden- und Personen-Rückversicherung erwartet die Hannover Rück ein "erfreuliches" Geschäftsjahr 2012.
Damit steht die Nummer drei der Branche erst einmal besser da als der Branchenführer Munich Re. Diese hatte am Sonntag mitgeteilt, in der laufenden Runde mit weitgehend stabilen Preisen zu rechnen.
An diesem Wochenende war in Monte Carlo der Startschuss für die Preisverhandlungen der Rückversicherer gefallen. Vom 8. bis 13. September treffen sich wie in jedem Frühherbst Munich Re & Co mit Erstversicherern, Maklern und Investoren. Dabei war von Anfang an klar, dass es für die Rückversicherer nicht einfach sein wird, die für sie entscheidenden Prämienaufschläge durchzusetzen. Zum einen ist die Konkurrenz groß in der Branche, zum anderen gab es in diesem Jahr vergleichsweise wenige Großschäden.
Für die Konzerne ist es zwar gut, wenn sie nicht für allzu hohe Schäden aus Naturkatastrophen aufkommen müssen. Allerdings können sie bei einer allzu entspannten Schadenssituation die Preise auch nicht nach oben schrauben. Zudem sind nach einer Prognose von Standard & Poor's in absehbarer Zeit keine Schadensereignisse absehbar, die es den Rückversicherern erlauben, Preisdruck aufzubauen.
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September 10, 2012 03:00 ET (07:00 GMT)
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