--Profitabilität verbessert
--Alle Bereiche mit Umsatz- und Ergebniswachstum
--Prognose bestätigt
(NEU: Details, Hintergrund)
Von Natali Schwab DOW JONES NEWSWIRES
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Konsumgüterkonzern Henkel hat einen guten Start in das Geschäftsjahr erwischt. Umsatz und Gewinn legten im ersten Quartal deutlich zu. Hohe Rohstoff- und Verpackungskosten konnte das Unternehmen mit Preiserhöhungen und Kostendisziplin überkompensieren. Wachstumstreiber waren erneut die Schwellenländer.
Dem Ziel einer bereinigten Umsatzrendite von 14 Prozent im laufenden Jahr kam Henkel bereits sehr nahe: Trotz der gestiegenen Kosten erhöhte sich die Marge um 1,3 Prozentpunkte auf 13,7 Prozent. Die Unternehmensbereiche Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik/Körperpflege und Klebstoffe erzielten alle Margen über 14 Prozent, wobei Wasch- und Reinigungsmittel die größten Fortschritte machten. Unter dem Strich verdiente Henkel mit 369 Millionen Euro deutlich mehr als im Vorjahr. Die Zahlen fielen besser aus, als von Analysten erwartet.
Die Nettoverschuldung führte Henkel weiter zurück: Sie stand bei knapp 1,2 Milliarden Euro, mehr als 700 Millionen weniger als im Vorjahr.
Henkel richtet den Konzern seit Jahren kontinuierlich auf Kosten aus. Strukturen und Prozesse werden stetig überprüft, um den Konzern schlanker und effizienter zu machen. Auch bei der Auslagerung von Prozessen in sogenannte Shared Services kommt das Unternehmen voran. Bislang lag der Fokus auf Finanzen, Einkauf und Personal. Weitere Geschäftsaktivitäten sollen folgen.
Daneben bleibt die Nachfrage nach Marken wie Persil, Schwarzkopf oder Loctite weiter ungebrochen. Sowohl der Klebstoffbereich als auch die Konsumentengeschäfte trugen zu einem Umsatzwachstum von 4,8 Prozent auf rund vier Milliarden Euro bei. Die Wachstumsmärkte in Osteuropa, Afrika/Nahost, Lateinamerika und Asien erhöhten die Umsätze um 6,7 Prozent. In Nordamerika erzielte Henkel zweistellige Wachstumsraten. Wermutstropfen bildete dabei Westeuropa: Die Schuldenprobleme insbesondere im Süden Europa machten sich auch bei Henkel bemerkbar und ließen den Umsatz stagnieren.
Den Ausblick bekräftigte Henkel: Demnach soll der Umsatz 2012 organisch um drei bis fünf Prozent und das bereinigte Ergebnis je Aktie um mehr als zehn Prozent zulegen. Die bereinigte operative Marge soll 14 Prozent erreichen.
"Wir sind zuversichtlich, unsere Ziele zu erreichen", sagte Vorstandsvorsitzender Kasper Rorsted. Schwankungen und Unsicherheiten in den Henkel-Märkten kalkuliert der Manager dabei ein. "Deshalb werden wir immer weiter daran arbeiten, unsere Strukturen und Prozesse so zu gestalten, dass wir schneller und flexibler reagieren können als unsere Wettbewerber." Die Kosten für Restrukturierungen sieht Henkel im laufenden Jahr bei 100 Millionen Euro.
Das Thema Rohstoffe wird auch 2012 auf der Agenda bleiben, wenn auch in abgeschwächter Form. Henkel geht dabei von moderat steigenden Preisen aus. Die Steigerung dürfte sich dabei im mittleren einstelligen Prozentbereich bewegen. Die Branche klagt seit einiger Zeit über hohe Rohstoffkosten und versucht diese auch mittels Preiserhöhungen zu kompensieren. Henkel plant nach deutlichen Steigerungen im vergangenen Jahr für 2012 moderate Preiserhöhungen.
-Von Natali Schwab, Dow Jones Newswires, +49 69 29725119, natali.schwab@dowjones.com DJG/nas/jhe
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May 09, 2012 03:52 ET (07:52 GMT)
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