Das politische Chaos im pleitebedrohten
Griechenland hat am Dienstag für weiteren Kursauftrieb am deutschen
Anleihemarkt gesorgt. Die Chancen auf eine funktionsfähige Regierung
in Athen schwinden, Experten rechnen mit Neuwahlen. Der
richtungweisende Euro-Bund-Future
Der erste Versuch, eine griechische Regierung zu bilden, wurde am Vorabend von Nea Dimokratia (ND), die als stärkste Partei aus den Parlamentswahlen hervorgegangen war, für gescheitert erklärt. Dass Athen es ohne Neuwahlen schafft, handlungsfähig zu werden, gilt damit als unwahrscheinlich.
"Es ist zu befürchten, dass neue Hilfsgelder für das Land zunächst eingefroren werden", sagte Ulrich Wortberg, Analyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen. Auch Extremszenarien wie beispielsweise der Austritt aus der Währungsunion oder die Zahlungsunfähigkeit des Landes machten die Runde.
Die März-Produktionszahlen der deutschen Industrie fielen mit einem Plus von 2,8 Prozent im Monatsvergleich zwar deutlich besser als erwartet aus. Der Nervosität an den Märkten tat dies jedoch keinen Abbruch. Im weiteren Handelsverlauf bleibt es datenseitig ruhig./hbr/jsl
ISIN DE0009652644
AXC0180 2012-05-08/13:21