Die Präsentationssoftware von Microsoft hat im Unternehmensalltag einiges verändert. Doch die Folgen sind bei weitem nicht nur gute. Der Verlust der guten alten Gesprächskultur ist nur einer der vielen Nachteile.
Aus der Feder des Kunsthistorikers Neil Mac Gregor stammt eine eindrucksvolle "Geschichte der Welt in 100 Objekten". Der Direktor des Britischen Museums beschäftigt sich überaus intelligent mit der Frage, welche Dinge das Leben der Menschen geprägt und welche ihre Sicht auf die Welt über die Jahrtausende hinweg nachhaltig verändert haben. Seine Liste reicht von einem afrikanischen Faustkeil bis zu einer modernen Solarlampe aus China. Sollte ein anderer Historiker diese Arbeit in 30 Jahren fortschreiben, dann gehört meiner Meinung nach unbedingt ein Software-Programm auf die Liste: Powerpoint.
Die Präsentationssoftware von Microsoft hat nicht nur den Unternehmensalltag vollständig verändert. Sie berührt auch nachhaltig die Denkmuster der Menschen, die mit ihr arbeiten, und verführt sie zu einer besonderen Art, Probleme zu gliedern und zu analysieren. Selbst die moderne Bildwelt in den heutigen Print- und Onlinemedien bedient sich der kleinteiligen Powerpoint-Ästhetik. Und da alle jungen Menschen, die heute in die gehobene ...
Den vollständigen Artikel lesen ...

