Hagen (BoerseGo.de) - Hohe Sanierungskosten für die Buchtochter Thalia haben dem Handelskonzern Douglas das zweite Geschäftsquartal kräftig verhagelt. Wie der Konzern am Mittwoch mitteilte, wurde in den ersten drei Monaten unterm Strich ein Verlust von 155 Millionen Euro angehäuft. Im Zusammenhang mit Thalia schlugen Sonderbelastungen in Höhe von 165 Millionen Euro negativ zu Buche. Es sind Rückstellungen für den Umbau und Wertberichtigungen im Buchgeschäft. Im selben Quartal des Vorjahres hatte Douglas einen Verlust von 15,3 Millionen Euro verzeichnet.
Beim Umsatz lief es hingegen deutlich besser. Hier konnte Douglas im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 3,9 Prozent auf 722,8 Millionen Euro zulegen. Wachstumstreiber waren die Douglas-Parfümerien sowie die Juwelierkette Christ.
Die Prognose für das Gesamtjahr hat der Vorstand erneuert. Vorher hatte die Geschäftsleitung für das Betriebsergebnis eine Bandbreite zwischen 200 und 250 Millionen Euro angegeben. Jetzt hieß es: Das Ergebnis werde wohl eher am unteren Ende liegen. Die Aktionäre müssen voraussichtlich auf eine Dividende verzichten.
