--Thalia-Sanierung kostet 165 Millionen Euro
--Keine weiteren Kosten für Thalia erwartet
--Prognose konkretisiert: Bereinigtes EBITDA am unteren Ende der Spanne erwartet
--Voraussichtlich keine Dividende für 2011/12
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Von Natali Schwab DOW JONES NEWSWIRES
HAGEN (Dow Jones)--Die Sanierung der angeschlagenen Buch-Sparte Thalia kommt den Handelskonzern Douglas teuer zu stehen: Das Unternehmen rutschte im ersten Halbjahr in die roten Zahlen. Eine Dividende wird es voraussichtlich nicht geben, da Douglas den Verlust nur schwer wieder aufholen kann: Das Unternehmen macht den Löwenanteil seines Gewinns im ersten Halbjahr.
Der Fehlbetrag lag bei 63,3 Millionen Euro, nachdem Douglas im Vorjahr noch rund 79 Millionen Euro Überschuss erzielt hatte. Insgesamt fielen für Restrukturierungskosten und Wertberichtigungen rund 165 Millionen Euro an, die im zweiten Quartal verbucht wurden.
Thalia, die unter massiven Druck durch Internethändler wie Amazon steht, hatte zuletzt die Kapitalkosten nicht mehr verdient. Die Buchsparte verlor auch in den ersten sieben Monaten weiter Umsatz. Douglas strebt Flächenverkleinerungen, Standortschließungen und Untervermietungen an. Details zu möglichen Schließungen oder betroffenen Arbeitsplätzen konnte eine Sprecherin noch nicht machen. Weitere Aufwendungen sollen zunächst nicht anfallen: "Wir gehen davon aus, dass wir alle Kosten berücksichtigt haben", sagte die Sprecherin.
Den Ausblick auf das Geschäftsjahr 2011/12 konkretisierte Douglas: Das EBITDA soll aufgrund der Thalia-Restrukturierung am unteren Ende der Spanne von 200 bis 250 Millionen Euro liegen, nach 293 Millionen Euro im Vorjahr. Im ersten Halbjahr hatte das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen bei rund 144 Millionen Euro gelegen. Bereinigt um die Thalia-Sanierung lag das EBITDA mit 180 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert.
Der Umsatz soll im Gesamtjahr leicht über dem Vorjahreswert von 3,4 Milliarden Euro liegen. In den ersten sieben Monaten erzielte Douglas knapp 2,2 Milliarden Euro, ein Plus von zwei Prozent. Dabei profitierte das Unternehmen von einem guten Inlandsgeschäft, vor allem bei der Parfümeriekette Douglas und dem Schmuckhändler Christ. Das frühe Osterfest wirkte sich ebenfalls positiv aus.
-von Natali Schwab, Dow Jones Newswires, +49 69 29725119, natali.schwab@dowjones.com DJG/nas/mgo
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May 09, 2012 05:52 ET (09:52 GMT)
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