Grammer rechnet trotz vieler Risiken weiter mit einem erfolgreichen Jahr. Dank der weiter großen Nachfrage vor allem nach Sitzsystemen legte der Oberpfälzer Autozulieferer auch in den ersten drei Monaten weiter zu. Neben dem wirtschaftlichen Erfolg setzt der Konzern dabei weiter auch auf eine effizientere Produktion, um Kosten zu sparen. Der Konzern fertigt unter anderem Sitze für Baumaschinen, Lastwagen oder Busse, aber auch Teile für die Innenraumausstattung von Autos vor allem der Oberklasse-Hersteller.
Im ersten Quartal hielten die Ausgaben für die Anläufe neuer Produkte und höhere Rohstoffpreise den Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) aber nur auf dem Niveau des Startquartals 2011. Beim Umsatz legte Grammer allerdings zu und steigerte die Erlöse zwischen Januar und März um fast 9 Prozent auf knapp 286 Millionen Euro, wie der Konzern am Mittwoch in Amberg mitteilte. Unter dem Strich verdiente Grammer dank eines besseren Finanzergebnisses und niedrigeren Steuern 7,7 Millionen Euro und damit deutlich mehr als vor einem Jahr, als nach Steuern 4,9 Millionen in den Büchern standen.
2011 hatte der Konzern dank der boomenden Autoindustrie einen Rekordumsatz eingefahren. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro, in diesem Jahr soll es erneut mehr werden. Dennoch weist der Konzern auf etliche Risiken hin, die der Branche auch kurzfristig noch das Geschäft verhageln könnten. Dazu zählen neben der Schuldenkrise in Europa auch die steigenden Rohstoffpreise und die weltweit weniger dynamische Konjunkturentwicklung. Grammer macht den weitaus größten Teil seiner Geschäfte in Europa, legt aber in Übersee deutlich zu - und will vor allem dort wachsen./sbr/DP/wiz
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AXC0183 2012-05-09/12:33


