Nach einem Rekordergebnis im vergangenen Jahr ist Axel Springer auch gut ins neue Jahr gestartet. Bei allen wichtigen Kennzahlen konnte der Medienkonzern Zuwächse verbuchen. Die Umsätze stiegen im ersten Quartal um 7,1 Prozent auf 789 Millionen Euro. Der Konzernüberschuss liegt bei 68,5 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Ich finde die Zahlen überaus erfreulich", sagt Stephan Heibel vom Finanzportal www.aktien-meldungen.de und der Sentiment-Umfrage animusX. "Das hat gezeigt, dass Axel Springer den Wechsel zum Onlinekonzern besser managt als gedacht." Was laut Heibel erwartet wurde, ist das Gewinnplus im Onlinebereich. Mittlerweile stammt mehr als die Hälfte der gesamten Werbeerlöse von Axel Springer aus dem digitalen Geschäft. In den vergangenen Monaten hat der Konzern seine digitalen Aktivitäten mit gezielten Akquisitionen weiter verstärkt. "Online ist schon ein sehr großer Bereich", so Heibel. Auch der Erwerb der Internet-Rechte für die Fußball-Bundesliga sind laut Heibel für Axel Springer sehr wichtig. Ein Geschäftsmodell müsse aber erst noch gefunden werden. Das Geschäft im Payd-Content sei noch nicht ausgereift. "Es wäre noch zu früh, zu sagen, Axel Springer ist ein Internet-Unternehmen geworden", so der Experte. Bis 2018 will Axel Springer beim Umsatz ein ausgewogenes Verhältnis zwischen digitalen und Printmedien erreichen. 2011 stammten noch 69 Prozent der Umsätze aus dem Printgeschäft, 31 Prozent aus dem Digitalgeschäft. Axel Springer lässt seine Aktionäre an dem Erfolg teilhaben: 1,70 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie. Auch Heibel findet, es ist an der Zeit, sich die Aktie ins Depot zu holen: "Ja, find ich gut!" Der Flughafenbetreiber Fraport hat im ersten Quartalüber ein Drittel weniger verdient als im Vorjahr. Der Nettogewinn fiel wegen der hohen Investitionen in Frankfurt auf rund 15 Millionen Euro. Die Kosten für die neue Landebahn in Frankfurt drückten das Ergebnis. Dank höherer Passagierzahlen steigerte das Unternehmen aber Umsatz und operativen Gewinn. Bei allen Kennzahlen hatte der Markt weniger erwartet. "Die Landebahn kostet sehr viel Geld, das war erwartet worden", Stephan Heibel vom Finanzportal www.aktien-meldungen.de und der Sentiment-Umfrage animusX. Die neue Landebahn ist eine Investition und laut Heibel der richtige Weg. "Was nicht erwartet wurde, sind der Streik der Flughafenmitarbeiter und das Nachtflugverbot." Im laufenden Jahr will Fraport den Umsatz auf mehr als 2,5 Milliarden Euro steigern. Beim Nettoergebnis wird das Niveau von 2011 angesteuert, also 251 Millionen Euro. Bei der Luftfracht bekam Fraport im ersten Quartal neben der unverändert volatilen Wirtschaftslage auch das geltende Nachtflugverbot zu spüren. Das Volumen ging um knapp 12 Prozent zurück. Heibel sagt, er sei nicht begeistert von der Fraport-Aktie: "Ich möchte nicht davon abraten, aber da gibt es einfach schönere Aktien!" Der Handelskonzern Douglas ist im zweiten Geschäftsquartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich summierte sich der Verlust auf fast 157 Millionen Euro. Thalia verliert wie viele andere Buchhändler Kunden an Internetgrößen wie Amazon. Der Umsatz von Douglas legte im zweiten Quartal hingegen zu und zwar um 3,9 Prozent auf 722,8 Millionen Euro. Wachstumstreiber waren die Douglas-Pafümerien sowie die Juwelierkette Christ. "Douglas musste allein 165 Millionen Euro für die Buchsparte Thalia aufwenden", sagt Stephan Heibel vom Finanzportal www.aktien-meldungen.de und der Sentiment-Umfrage animusX. Es sei allerdings gut, dass Douglas die Reißleine gezogen hat und die Buchsparte Thalia neu ordnet. "Ein Licht am Ende des Tunnels ist zu sehen, aber der Tunnel ist noch lang", sagt Heibel. Die Ergebnisprognose für das laufende Jahr passte Douglas an. Das EBITDA dürfte nun eher am unteren Ende der prognostizierten Bandbreite von 200 bis 250 Millionen Euro ausfallen. Die Aktionäre müssen zudem voraussichtlich auf eine Dividende verzichten. Grund genug für Heibel, sich in dieser Phase eher von der Aktie fernzuhalten.
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